Berlin-Mitte

Wieder protestieren 1000 Menschen bei Montagsdemo

Mehr als tausend Menschen sind erneut zur Berliner Montagsdemonstration auf den Potsdamer Platz gekommen. Die Redebeiträge wandten sich gegen Politik, Kapitalismus und Medien.

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Die Reihe der neuen sogenannten Montagsdemonstrationen in Berlin ist erneut von mehr als tausend Menschen unterstützt worden. Bei einer mehrstündigen Kundgebung auf dem Potsdamer Platz in Mitte wandten sich die Redner in unterschiedlichen Aspekten gegen Politik, Kapitalismus und Medien oder forderten mehr Liebe und Selbstbestimmung. Von einer jungen Frau waren auch deutschnationale Töne zu hören.

Mehrere Redner wehrten sich gegen Vorwürfe des Antisemitismus und der Nähe zu rechtsextremen Positionen. In den vergangenen Wochen seit Beginn der Demonstrationen im März hatte es mehrfach Auftritte von Rechtspopulisten gegeben. Die Demonstrationen wachsen derzeit allerdings nach anfänglichem Zulauf nicht weiter.

Die Mahnwachen haben sich als regelmäßige Veranstaltung etabliert. Die Organisatoren sehen sich selbst in der Tradition der Montagsdemonstrationen gegen das politische System der DDR. In Berlin fing es an, mittlerweile wird unter dem gleichen Motto in 42 deutschen Städten, in der Schweiz und Österreich demonstriert.

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