Freizeitpark

Land Berlin kauft Spreepark im Plänterwald

Berlin hat das Erbbaurecht der insolventen Spreepark GmbH erworben. Das Grundstück muss nun geräumt werden. Jetzt sei der Spreepark „frei für Visionen“, so der Liegenschaftsfonds.

Foto: JOHN MACDOUGALL / AFP

Das Areal des Spreeparks in Plänterwald steht für eine neue Nutzung zur Verfügung. Das Land Berlin hat das Erbbaurecht von der insolventen Spreepark GmbH erworben. Ebenfalls Bestandteil des Vertrags ist das Eierhäuschen. Bis zum 30. April muss das Grundstück geräumt werden

„Jetzt kann das Land Berlin wieder über das Grundstück verfügen“, sagte Irina Dähne, Sprecherin des Liegenschaftsfonds. Die Zwangsversteigerung im September sei damit vom Tisch. Das Abgeordnetenhaus müsse dem Kaufvertrag noch zustimmen, so Dähne. Sollte es den Kauf ablehnen, könne der Liegenschaftsfonds davon zurücktreten.

Der Pachtvertrag mit der Spreepark GmbH hätte noch bis 2061 gegolten. Das Land, dem das 30 Hektar große Grundstück am Wasser gehört, hätte also noch 47 Jahre warten müssen.

Mehr als elf Millionen Euro Schulden

Das legendäre einstige Ausflugslokal Eierhäuschen sei ebenfalls Bestandteil dieses Vertrages über den Rückkauf des nun lastenfreien Geländes.

Die Spreepark-Schulden belaufen sich auf mehr als elf Millionen Euro. Auch der Liegenschaftsfonds hatte offene Forderungen von etwa vier Millionen Euro. „Das Grundstück ist jetzt unbelastet und frei für Visionen“, sagte Dähne. Das Baurecht erlaubt derzeit eine kulturelle Nutzung. Der Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick, Oliver Igel (SPD), will aus dem ehemaligen Vergnügungspark einen „kleinen, feinen Familienpark“ machen, wie er sagte.

Bis 2001 wurde das Gelände als Freizeitpark genutzt, dann wurde er geschlossen. In die Schlagzeilen geriet der Park, weil Ex-Betreiber Norbert Witte versucht hatte, in einem Karussell 167 Kilo Kokain von Peru nach Deutschland zu schmuggeln.