175 Meter Bettenturm

Estrel Tower - So soll Berlins höchstes Haus aussehen

Das Estrel in Neukölln ist bereits Deutschlands größtes Hotel, nun soll es auch das höchste werden. Mit einem 175 Meter hohen Turm wird es zudem höher als der geplante Wohnturm am Alexanderplatz.

Foto: Barkow Leibinger

Nicht in Berlins Mitte, sondern in Neukölln soll Berlins höchstes Haus und Deutschlands höchstes Hotel entstehen: Das Berliner Hotel Estrel soll um einen 175 Meter hohen Turm erweitert werden.

Zwar ist der Berliner Fernsehturm mit seinen 368 Metern das höchste Gebäude der Stadt. Der „Estrel Tower“ würde aber künftig den Platz als höchstes Haus in Berlin einnehmen. Danach folgt der 150 Meter hohe geplante Wohnturm, der ab 2015 am Alexanderplatz entstehen soll. Zurzeit sind die Treptowers in Alt-Treptow mit 125 Metern die höchsten Gebäude.

„Wer künftig vom Hauptstadtflughafen ins Zentrum fährt, wird unser Estrel als Tor zur Stadt erleben“, sagte Estrel-Eigentümer Ekkehard Streletzki am Dienstag bei der Vorstellung des Entwurfs. Über Baubeginn und Finanzierung konnte der Unternehmer noch keine Auskunft geben. Bis voraussichtlich Ende des Jahres werde der Bebauungsplan geändert und die Baugenehmigung eingeholt.

Mehr als 800 Zimmer mehr

Die Betreiber hatten für das Bauvorhaben einen Architektenwettbewerb ausgelobt, an dem sich sechs Teilnehmer beteiligten. Der Entwurf des Architektenbüros Barkow Leibinger hat ihn schließlich gewonnen. Das Estrel ist mit 1125 Zimmern bereits jetzt Deutschlands größtes Hotel. Neben der geplanten Erweiterung um 814 Zimmer ist nun auch der Bau weiterer Veranstaltungshallen hallen südlich der Sonnenallee geplant.

Besonders positiv an dem Entwurf hob die Jury die zum Wasser vorgesehene Aufenthaltsfläche hervor, die die bereits im Norden der Sonnenallee vorhandenen öffentliche Fußgänger- und Radwegeverbindung entlang des Kanals ermöglichen soll.

Neuköllns Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) lobte das Vorhaben und das Engagement des Estrel-Eigentümers. Streletzki und das Estrel seien der Garant für die positiven Signale Neuköllns in die Welt.

© Berliner Morgenpost 2018 – Alle Rechte vorbehalten.