City West

Kulturzentrum „Maison de France“ bleibt am Kurfürstendamm

Die französische Regierung hat auf ihre umstrittenen Umzugspläne verzichtet und belässt das Institut français im Gebäude des „Maison de France“ am Kurfürstendamm, erklärte Außenminister Fabius.

Foto: ISABELLE WIRTH / AFP

Die Erleichterung im Maison de France am Kurfüstendamm 211 ist groß: Die französische Regierung hat entschieden, das Gebäude doch nicht zu verkaufen. Damit bleibt das Kulturzentrum an dem traditionsreichen Standort erhalten. Im Frühjahr 2013 hieß es noch, dass das Haus geschlossen und verkauft werden müsse, weil der Erlös zur Sanierung der Finanzen Frankreichs gebraucht werde. Das Kulturinstitut sollte im Gebäude der französischen Botschaft am Brandenburger Tor untergebracht werden.

Außenminister Laurent Fabius teilte jetzt mit, dass nach einer Prüfung beschlossen worden sei, dass das Institut français „weiter vollständig seine Rolle im Dienste der Verbreitung der französischen Kultur in Berlin spielen“ solle.

„Eine gute Entscheidung für die City West“

Am Dienstagmittag wurden die Mitarbeiter über die Entscheidung informiert. „Nach acht Monaten ist der Albtraum vorbei und wir können wieder gut schlafen“, sagt Betriebsrätin Nathalie Lakotta. Man habe die ganze Zeit gehofft, dass die richtige Entscheidung getroffen werde. Auch Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann (SPD) begrüßt den Beschluss der französischen Regierung: „Die Entscheidung von Außenminister Laurent Fabius, das Institut français im Maison der France zu erhalten und das Haus nicht zu verkaufen, ist eine gute Entscheidung für die City West, für den Bezirk, für ganz Berlin und für die deutsch-französische Freundschaft.“

Am 21. April 1950 wurde das Maison de France am Kurfürstendamm eröffnet. Es werden dort Sprachkurse, aber auch Filme, Konzerte, Theateraufführungen und andere kulturelle Veranstaltungen angeboten. Die drohende Schließung hatte zahlreiche Proteste ausgelöst.

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