U-Bahnhof

Flüchtlinge schlagen und beißen BVG-Kontrolleure

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Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa

Im U-Bahnhof Hermannplatz ist eine Fahrscheinkontrolle eskaliert. Sechs Männer und Frauen schlugen und bissen Kontrolleure und Polizisten. Es handelte sich um Flüchtlinge vom Oranienplatz.

Sechs Flüchtlinge vom Oranienplatz haben sich nach Informationen der Berliner Morgenpost am Freitagvormittag mit BVG-Kontrolleuren angelegt.

Am U-Bahnhof Hermannplatz wollten Fahrscheinkontrolleure gegen 10 Uhr die Fahrausweise der sechs überprüfen. Nach Angaben der Polizei beschimpften einige der Kontrollierten die BVG-Mitarbeiter zunächst, schlugen, traten und bissen sie kurz darauf aber auch.

Im weiteren Verlauf der Auseinandersetzung soll sich – laut Aussage von Zeugen – das Geschehen in die U-Bahn der Linie 7 verlagert haben, woraufhin die Zugfahrerin aufgrund des weiterhin sehr aggressiven Verhaltens der Personen die Polizei alarmierte.

Zwischenzeitlich legte sich einer der Männer vor den wartenden Zug auf die Bahngleise, woraufhin der Strom abgeschaltet und der U-Bahnverkehr unterbrochen werden musste. Bedienstete der BVG mussten den 41-Jährigen aus dem Gleisbett herausholen. Hierbei biss er einem BVG-Mitarbeiter in die Hand und trat und schlug nach dem Sicherheitspersonal.

Zwei Beamte und ein BVG-Mitarbeiter verletzt

Nachdem die Beamten den Bahnsteig des U-Bahnhofes erreicht hatten und die Personen überprüfen wollten, wurden sie nach Angaben der Polizei ebenfalls attackiert. Aufgrund der wachsenden Zahl von Schaulustigen und der aggressiven Stimmung der Personen forderten die Beamten weitere Polizisten zur Unterstützung an. Eine 25-jährige Frau war ebenfalls sehr aggressiv und wehrte sich bei der Überprüfung. Hierbei schlug und biss sie einen Polizisten und verletzte ihn leicht.

Insgesamt zwei Beamte und ein Mitarbeiter der BVG wurden von den Festgenommenen verletzt. Während der Rest der Gruppe sich unerkannt entfernen konnte, kamen der 41-Jährige und seine 25-jährige Begleiterin zur erkennungsdienstlichen Behandlung in Polizeigewahrsam. Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen kamen beide wieder auf freien Fuß.

Gegen sie wird nun unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Der Verkehr auf der U-Bahnlinie 7 war zwischen den Bahnhöfen Britz-Süd und Möckernbrücke vorübergehend gesperrt.

( BM )