Gesprächstermin

Ehemalige Eisfabrik-Bewohner bekommen kein neues Gebäude

Die ehemaligen Bewohner der Eisfabrik müssen in eine Notunterkunft ziehen oder Arbeit und eine Wohnung finden. Das gewünschte leer stehende Gebäude oder Grundstück bekommen sie nicht.

Foto: Steffen Pletl

Den ehemaligen Bewohnern der baufälligen Eisfabrik in Mitte wird kein leer stehendes Gebäude zur Verfügung gestellt. Dies ergab ein zweistündiges Gespräch am Mittwoch im Rathaus Tiergarten. Dort hatten sich die 23 Bulgaren mit Bezirksbürgermeister des Bezirks Mitte Christian Hanke (SPD) und Sozialstadtrat Stephan von Dassel (Grüne) getroffen, um gemeinsam eine Lösung für ihre Unterbringung zu suchen. Die Obdachlosen hatten sich ein leer stehendes Gebäude oder eine Grünfläche gewünscht.

Von Dassel sagte, er wolle prüfen, ob man die Bulgaren gemeinsam in einer Notunterkunft unterbringen könne, bezweifelt aber „dass wir das machen können“. Der Bezirk könne Obdachlose aber nicht zwingen, eine Wohnung zu finden, hatte der Sozialstadtrat bereits vor dem Termin gesagt. Er könne lediglich Adressen von Sozialämtern und Notunterkünften verteilen.

In jedem Einzelfall soll geklärt werden, ob es eine berufliche Perspektive geben könnte, hieß es zudem bereits vor dem Termin. Nachdem die ehemalige Eisfabrik wegen Baumängeln geräumt werden musste, kamen die seit etwa zwei Jahren in Berlin lebenden Menschen zunächst auf Kosten des Bezirks in Hostels unter.