Show-Palast

Friedrichstadt-Palast feiert neuen Besucherrekord

2013 war ein erfolgreiches Jahr für den Friedrichstadt-Palast: Mehr als eine halbe Million Gäste sahen die Shows. Der Ticketumsatz hat sich mehr als verdoppelt. Größter Magnet war „Show me“.

Foto: Jens Kalaene / dpa

Gute Nachrichten zum Jubiläum: Erstmals kamen 2013 wieder über eine halbe Million Gäste in den Berliner Friedrichstadt-Palast. Das Revuetheater, das in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen feiert, erreichte damit eine Auslastung von 91 Prozent.

Mit 1895 Sitzplätzen ist der Friedrichstadt-Palast in Mitte Deutschlands größte Showbühne. In jeder Vorstellung sitzen im Schnitt 1725 Besucher, Gastaufführungen wie die Berlinale nicht mitgerechnet. Zu diesen Gastspielen kommen nochmals fast 200.000 Gäste, sodass jährlich über 700.000 Gäste die Friedrichstraße 107 besuchen. Damit liege nach eigenen Angaben der Palast nach Gästen auf Platz eins in Deutschland.

Der bisherige Besucherrekord lag 2001 bei 514.578 Gästen. Betrug damals der Kartenumsatz 15 Millionen Euro, waren es letztes Jahr 25,9 Millionen Euro. Dieser Zuwachs spiegelt sich im Kartenpreis. Er stieg von 29,24 Euro im Jahr 2001 auf 49,95 Euro in 2013.

Seit Beginn der neuen Intendanz am 1. November 2007 hat sich der Ticketumsatz des Palastes mehr als verdoppelt. Er stieg in sechs Jahren um 104 Prozent, von 12,7 Millionen Euro im Jahr 2007 auf jetzt 25,9 Millionen Euro.

Premiere der neuen Show im Oktober 2014

Seit 2008 werden die Erwachsenenshows sprachunabhängig konzipiert, was zahlreiche internationale Berlin-Touristen anlockt. Derzeit liegt ihr Anteil bei rund 15 Prozent. "Unser Anspruch ist es, den Anteil internationaler Gäste bis 2020 auf ein Drittel zu erhöhen", sagte Intendant Berndt Schmidt. Er betonte jedoch: "Bis 2007 haben uns jährlich etwa 100.000 Berlinerinnen und Berliner besucht. 2013 waren es schon 208.000, mehr als doppelt so viel. Die Berliner finden ihren modernen Palast wieder schick und diese Verankerung in der Heimatstadt macht uns besonders glücklich."

2014 wird der Palast voraussichtlich unter den Rekordzahlen von 2013 liegen. Das liegt vor allem an den langen Schließphasen, die beim zweijährigen Produktionszyklus beim Aufbau einer neuen Show nötig sind. Während des Umbaus ist das Haus fast zwei Monate geschlossen.

Die Aufführungen der Kindershow „Keinschneechaos“ sind für Januar bereits ausgebucht. Die Wintershow „Berlin erleuchtet“ läuft noch bis 2. Februar. Wichtigste Grundlage der Umsatz- und Besucherrekorde im letzten Jahr war die Produktion „Show me“. Die Show kommt am 21. Februar zurück nach Berlin und läuft dann noch bis zum 19. Juli. Im Oktober ist die Premiere der neuen Show.

Der Palast gehört zu 100 Prozent dem Land Berlin. Es hatte 2008 mit einer Finanzspritze das Überleben gesichert und unterstützt den laufenden Spielbetrieb – im vergangenen Jahr mit sieben Millionen Euro. Ein Gutteil des Geldes fließt nach Angaben von Schmidt in das „Junge Ensemble“: 250 Berliner Kinder aus 28 Nationen lernen und üben hier zweimal pro Woche als Darsteller für die regelmäßigen Kindershows.

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