Nordhalbkugel

Wintersonnenwende 2013 - Termin und Bedeutung

Der kürzeste Tag 2013 ist am 21. Dezember. Informieren Sie sich hier über Termin und Bedeutung der Wintersonnenwende auf der Nordhalbkugel.

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Am Sonnabend, 21. Dezember 2013 erwartet alle Berliner und der Rest der Bewohner der Nordhalbkugel der kürzeste Tag des Jahres. Zur Wintersonnenwende erreicht die Sonne ihren tiefsten Stand am Horizont - der Tag ist dann besonders kurz und die Nacht besonders lang.

Während im Kalender bereits am 1.12. Winteranfang vermerkt ist, beginnt der astronomische Winter erst zur Wintersonnenwende - ebenso wie Sommeranfang zur Sommersonnenwende gefeiert wird.

In Berlin scheint am Sonnabend die sich sowieso schon rar machende Sonne also noch kürzer. Um 8.14 ist Sonnenaufgang, um 15.54 Uhr geht sie auch schon wieder unter - also nicht einmal acht Stunden Sonne (immer noch besser als am Nordpol: dort geht die Sonne am 21. Dezember überhaupt nicht auf). Wenigstens trüben laut Wetterbericht nur leichte Wolken den kurzen Sonnentag bei drei bis fünf Grad.

Weihnachten erinnert heute noch an die Wintersonnenwende

Ist dieser Tag überstanden, geht es wieder bergauf: Denn die Erde wandert weiter, die Nordhalbkugel wendet sich der Sonne immer weiter zu und die Tage werden länger - bis zur Sommersonnenwende am 21. Juni 2014.

In vielen antiken und frühmittelalterlichen Kulturen war die Wintersonnenwende ein wichtiges Fest, das oft ein paar Tage vor beziehungsweise nach der tatsächlichen Sonnenwende gefeiert wurde. Schon steinzeitliche Kultstätten wie Stonehenge erfassten diesen Zeitpunkt.

Heute erinnert noch das christliche Weihnachtsfest an die Besonderheit dieser Zeit. Ursprünglich war das Lichterfest ein heidnischer Feiertag. Als der Julianische Kalender eingeführt wurde, lag die Wintersonnenwende auf dem 25. Dezember.

Wintersonnenwende fällt 2013 auf den 21. Dezember

Die Christen beschlossen, an diesem Tag die Geburt Jesu zu feiern, um den Übergang vom Heidentum zum Christentum zu erleichtern. Bei der Kalenderreform unter Papst Gregor XIII wurde das Datum des Weihnachtsfests beibehalten, fiel dann aber nicht länger mit der Wintersonnenwende zusammen.

Die Wintersonnenwende fällt in der Mitteleuropäischen Zeitzone gegenwärtig etwa gleich häufig auf den 21. und 22. Dezember. Bis 2099 wird es häufiger der 21. Dezember werden, aber nach 2100 gleicht sich das wieder aus, weil 2100 kein Schaltjahr ist.

Auf der Südhalbkugel verhält es sich am 21. Dezember 2013 genau andersherum. Dort feiern die Menschen die Sommersonnenwende, den längsten Tag des Jahres und astronomischen Sommeranfang.