Berlin-Moabit

Massenschlägerei zwischen zwei Großfamilien wegen Imbiss

In Moabit haben sich zwei Großfamilien wegen eines Streits um einen Imbiss eine brutale Schlägerei geliefert. Die Randalierer gingen mit Schlagstöcken und Messern aufeinander los. Drei Männer mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Foto: BM

Mitglieder von zwei Großfamilien haben sich am Sonnabend in Moabit eine heftige Schlägerei geliefert und einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Bei der abendlichen Auseinandersetzung sind nach Angaben der Polizei drei der Beteiligten verletzt worden. Die Männer mussten in Krankenhäusern ambulant behandelt werden. Von Passanten alarmierte Polizeibeamte haben gegen die Beteiligten Strafermittlungsverfahren unter anderem wegen schweren Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

Insgesamt zehn Personen waren am Sonnabend gegen 21.15 Uhr an der Huttenstraße plötzlich in Streit geraten. Unbeteiligte Zeugen hatten daraufhin die Polizei gerufen. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei gingen die Angehörigen von zwei arabischen Großfamilien mit Schlagstöcken und Messern aufeinander los. Hintergrund der Auseinandersetzung sollen den Ermittlungen zufolge zivilrechtliche Streitigkeiten zwischen den Familien sein. Wie die Berliner Morgenpost erfuhr, geht es dabei um unterschiedliche Ansichten über die Besitzverhältnisse an einem Imbissgeschäft an der Huttenstraße.

Zur Schlichtung des Konflikts kam eine Hundertschaft der Bereitschaftspolizei zum Einsatz. Die Beamten trennten die Streithähne und beschlagnahmten dabei mehrere Schlagwerkzeuge sowie Messer. Insgesamt acht Jugendliche und Erwachsene im Alter von 14 bis 38 Jahren wurden nach Beendigung der Schlägerei vorübergehend festgenommen und in eine Polizeiwache gebracht, wo ihre personlaien aufgenommen wurden. Anschließend wurden die Angehörigen der beiden Großfamilien wieder auf freien Fuß gesetzt.

Zwei am Schlagabtausch beteiligte Männer im Alter von 23 und 41 Jahren hatten im Verlauf der Auseinandersetzung Platzwunden an Kopf erlitten und wurden vorsorglich in eine nahe gelegene Klinik gebracht. Auch ein 35 Jahre alter Beteiligter der Schlägerei wurde von Rettungskräften der Feuerwehr in ein Krankenhaus gefahren, weil er am Oberarm eine blutende Stichverletzung aufwies. Nach ärztlicher Versorgung konnten die drei Verletzten das Krankenhaus wieder verlassen. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern noch an, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag.

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