DIW-Prognose

Berliner Mieten sollen auch im Jahr 2014 steigen

Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung wird das Wohnen in Berlin teurer. 2013 zogen die Mietpreise um acht Prozent an. Damit liegt Berlin deutlich vor Hamburg und München.

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Der Wohnungsmangel wird dazu führen, dass Miet- und Kaufpreise für Immobilen in Berlin auch im kommenden Jahr weiter steigen.

Während die Mieten jedoch etwas langsamer wachsen als in den vergangenen drei Jahren, werden Eigentumswohnungen deutlich teurer. Das ist das Ergebnis der am Donnerstag veröffentlichten Immobilienpreisprognose des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin.

Das DIW untersuchte die Entwicklungen auf den Immobilienmärkten in 71 deutschen Städten. Die höchsten Mietpreissteigerungen gab es demnach in der Hauptstadt.

In Berlin stiegen die Mieten durchschnittlich rund acht Prozent gegenüber dem Vorjahr, in Hamburg und München um etwa vier beziehungsweise 4,5 Prozent, so das DIW.

Auch die Kaufpreise zogen an: Die größten Wachstumsraten verzeichneten München und Berlin. Für Neubauten mussten in der Hauptstadt demnach 7,7 Prozent mehr gezahlt werden, bei Altbauten stiegen die Preise gar um zehn Prozent. Die höheren Immobilienpreise sind nach DIW-Angaben in erster Linie auf die zunehmende Lücke zwischen Nachfrage und Angebot zurückzuführen.

Der Trend steigender Miet- und Kaufpreise wird laut DIW-Studie 2014 weiter anhalten. Ihre Prognose stützen die Wissenschaftler dabei auf insgesamt 115 Indikatoren aus den Bereichen Wirtschaftsstruktur, Arbeits- und Immobilienmarkt.

Das Mietpreiswachstum werde sich demnach in Berlin für Neubauwohnungen (von acht auf 3,5 Prozent) und für Bestandswohnungen (7,9 auf 5,6 Prozent) verlangsamen. Überdurchschnittlich schnell – und vor allem schneller als in der Vergangenheit – werden jedoch die Kaufpreise anziehen. Die Preissteigerung wird demnach bei Neubauten 2014 bei zehn Prozent liegen, bei Altbauten sogar bei 14 Prozent.

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