Proteste in Berlin

Kurden demonstrieren friedlich gegen Verbot der PKK

Bis zu 5000 Menschen haben nach Angaben der Polizei in Berlin gegen das Verbot der kurdischen Arbeiterpartei PKK demonstriert. Die Aktion sei friedlich verlaufen, hieß es.

Foto: Reto Klar

Rund 5000 Kurden und Sympathisanten haben am Sonnabend in Berlin für eine Aufhebung des Verbots der kurdischen Arbeiterpartei PKK in der Bundesrepublik demonstriert.

Laut Polizeisprecher Thomas Neuendorf verlief die Aktion friedlich. Dies habe auch daran gelegen, dass die Veranstalter einen eigenen Ordnerdienst einsetzten, der Provokationen aus den eigenen Reihen sofort unterband.

Die PKK war 1993 als "terroristische Vereinigung" klassifiziert und in der Folge verboten worden.

Gegen 11 Uhr hatten sich die Demonstranten am Alexanderplatz gesammelt, eine Stunde später zog der Aufzug über Grunerstraße, Leipziger Straße, Potsdamer Platz und Ebertstraße zur Westseite des Brandenburger Tores. Im Bereich der Straße des 17. Juni hielten die Aktivisten bis 16.30 Uhr eine Abschlusskundgebung ab, an einigen Stellen waren Versorgungsstände aufgebaut.

Die Polizei nahm 24 Verstöße gegen das Vereinsgesetz zu den Akten, die Täter hatten verbotene Plakate entrollt und gezeigt.

Nach Polizeiangaben waren 50 Ordner mit weißen Armbinden entlang des Aufzuges unterwegs, die auf solche Aktionen schnell reagierten. Die Beamten sprachen von "strengen Sicherheitsbeauftragten".

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