Gutachten

Tod im Neptunbrunnen - Manuel F. stand unter Aufputschmitteln

Der Mann, der vor rund vier Wochen im Neptunbrunnen mit einem Messer drohte und von einem Polizisten erschossen wurde, hatte Amphetamine im Blut. Möglicherweise führten diese Substanzen zu seinem Wahn.

Foto: Kay Nietfeld / dpa

Rund vier Wochen nach dem tödlichen Schuss auf einen psychisch gestörten Nackten im Berliner Neptunbrunnen steht fest, dass der Mann nicht nur exzessiv Cannabis rauchte. Manuel F. nahm auch Amphetamine, wie das toxikologische Gutachten laut Staatsanwaltschaft ergab. Spuren von synthetischen Aufputschmitteln seien im Blut des Toten festgestellt worden, sagte Staatsanwaltschafts-Sprecher Martin Steltner am Mittwoch. Die psychischen Auffälligkeiten des 31-Jährigen könnten mit längerem Missbrauch der Mittel zusammenhängen.

Ermittlungen gegen Polizist abgeschlossen

Der aggressive 31-Jährige hatte sich Ende Juni laut Polizei in dem Brunnen nahe dem Alexanderplatz mit einem Messer selbst verletzt und dann einen Polizisten angegriffen. Dieser zog seine Dienstwaffe. Der 31-Jährige erlitt einen Lungendurchschuss und starb.

Die Ermittlungen gegen den Beamten wegen Totschlags seien abgeschlossen, sagte der Sprecher weiter. Eine Entscheidung gebe es aber noch nicht, die rechtliche Bewertung dauere an. Nach früheren Angaben der Behörde deutet vieles auf Notwehr des Beamten.

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