Premiere in Berlin

Fans wollen Fotos von Häuptling Hollywood Johnny Depp

Hollywood-Star Johnny Depp stellte am Abend seinen Indianerfilm „Lone Ranger“ in Berlin vor. Vor dem CineStar im Sony Center wurde er sehnsüchtig von den vor allem weiblichen Fans erwartet.

„Johnny! Johnny!“, schallte es Freitagabend laut über den Potsdamer Platz in Berlin-Mitte. Zahlreiche Fans riefen vor dem CineStar im Sony Center nach Hollywood-Star Johnny Depp, der seinen neuen Film „Lone Ranger“ in Berlin präsentierte.

Vor allem weibliche Fans waren gekommen und wollten dem Star ganz nah sein. Hochgehalten wurde zum Beispiel ein Schild mit dem Wunsch „Ich möchte ein Foto von Johnny“.

Für seine Fans, von denen einige als Indianer und Cowboys verkleidet waren, nahm sich Depp ausgiebig Zeit, schrieb Autogramme, posierte für Fotos.

Während der Schauspieler zur Pressekonferenz im Hotel Adlon am Mittag eine halbe Stunde verspätet gekommen war, erschien er am Abend sehr pünktlich – um 18.45 Uhr – auf dem roten Teppich. Auch sein Outfit hatte der 50-Jährige noch einmal gewechselt. Statt Stiefeln, Jeans und Weste trug er am Abend einen Anzug in Anthrazit.

Ungewöhnlich dazu: seine bunt lackierten Fingernägel. „Der Nagellack stammt von meiner Tochter“, sagte Depp und lachte.

Bereits am Donnerstagabend war der Hollywood-Schauspieler mit neuer Freundin Amber Heard und seinen Kindern Lily-Rose und Jack aus der Beziehung mit Sängerin Vanessa Paradis mit einem Privatjet in Schönefeld gelandet. Im Hotel Adlon hat die Familie die 185 Quadratmeter große Präsidentensuite bezogen.

Nach dem Abendessen am späten Freitagabend auf der Terrasse des China Clubs der Adlon Holding am Pariser Platz blieb Familie Depp bis Sonnabend in Berlin. Danach ging es dann weiter nach Paris.

Freundin Amber Heard war nicht auf dem roten Teppich

Zur Deutschland-Premiere von „Lone Ranger“ am Freitag wurde Depp von den Schauspielkollegen Armie Hammer und Ruth Wilson, Regisseur Gore Verbinski und Produzent Jerry Bruckheimer begleitet. Freundin Amber Heard war – wie schon bei den Premieren in Tokio und London – nicht mit auf dem roten Teppich.

„Wir haben in der Wüste gedreht, an einsamen Plätzen im Monument Valley. Es war großartig“, sagte Johnny Depp über die Filmarbeit. Besonders die Reitszenen, inklusive mehrerer Stürze, erinnere er noch gut. „Solange man im Sattel sitzt, ist alles okay. Runterfallen ist das Problem. Pferde sind clevere Biester. Sie machen mit dir, was sie wollen“, sagte er.

Als Indianerhäuptling Tonto hilft er dem Ranger John Reid im Kampf gegen eine Verbrecherbande. „Für mich ist der Film auch eine Liebeserklärung an die Indianer und ihr Erbe“, sagte Depp, der indianische Wurzeln hat. „Wir wuchsen auf in dem Wissen, dass wir ein wenig Indianerblut haben. Darauf war ich immer sehr stolz“, erzählte Depp. Die wichtigsten Befürworter seiner Arbeit seien für ihn „nicht die amerikanischen Filmkritiker, sondern meine Kinder. Und sie lieben den Western.“

Neben seinen vielen Fans waren auch prominente Gäste wie Filmproduzentin Minu Barati-Fischer, Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit und Regisseur Dennis Gansel zur Premiere gekommen. „Natürlich würde ich auch gerne mal einen Film mit Johnny Depp drehen“, sagte dieser. „Er ist einfach cool.“