Betrug

Berliner Polizei nimmt Händler von „Schrottimmobilien“ fest

Ein 41-Jähriger aus Kreuzberg soll in 29 Fällen unerfahrenen Interessenten minderwertige Immobilien verkauft haben. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Schaden von mindestens 1,6 Millionen Euro aus.

Mit dem Verkauf von „Schrottimmobilien“ soll ein Berliner Immobilienhändler zwischen 2005 und 2010 einen Schaden von mindestens 1,6 Millionen Euro verursacht haben.

Der 41-Jährige wurde jetzt nach Ermittlungen des Landeskriminalamtes Berlin und der Staatsanwaltschaft in seinem Büro in Kreuzberg festgenommen. Das Amtsgericht Tiergarten hatte Haftbefehl erlassen, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Ihm wird gewerbsmäßiger betrügerischer Vertrieb von sogenannten „Schrottimmobilien“ vorgeworfen.

Dem Beschuldigten werden insgesamt 29 Taten des gewerbsmäßigen Betruges zum Nachteil von Käufern von Eigentumswohnungen zur Last gelegt. Er soll als Vermittler unerfahrenen Käufern vorgegaukelt haben, durch einen Wohnungserwerb enorm Steuern sparen zu können. Tatsächlich hätten die geforderten Kaufpreise für die minderwertigen Immobilien teils um das Vierfache den Wert der Wohnungen überstiegen.

( dpa )