Denkmal

CDU-Politiker fordert Statue für Papst Benedikt XVI in Berlin

Der Bundestagsabgeordnete Frank Steffel fordert ein Denkmal für Joseph Ratzinger, um seine Verdienste als Papst zu würdigen. Berlin findet er als Standort dafür geeigneter als München.

Foto: Hannibal Hanschke / dpa

Das hat der deutschen Hauptstadt wirklich noch gefehlt: Der CDU-Bundestagsabgeordnete Frank Steffel regt an, in Berlin ein Denkmal zu Ehren des ersten Deutschen seit 1523 errichten zu lassen, der auf dem Heiligen Stuhl Platz nahm.

Schließlich, so argumentiert der Reinickendorfer in einem Schreiben an Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) und Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), habe „ganz Deutschland“ stolz nach Rom geblickt, als dort anno 2005 aus Joseph Karl Ratzinger Papst BenediktXVI. wurde. Nach Benedikts Rückzug in den Ruhestand will Steffel sicherstellen, dass „sein Verdienst und sein stetiger Einsatz für die katholischen Christen auf der ganzen Welt nicht in Vergessenheit gerät“.

In Deutschland gibt es neun Benedikt-Denkmäler

Dass München sich als potenzieller Standort hier womöglich eher aufdrängt als das reformatorische Kernland, findet Steffel nicht. So habe Benedikt 2011 doch eine „bemerkenswerte Rede“ im Bundestag und eine „bewegende Messe“ im Olympiastadion gehalten. Fakt ist auch: Denkmäler für Benedikt sind in Deutschland noch Mangelware.

Während im allerdings ziemlich katholischen Polen rund 500 Statuen die Erinnerung an Johannes PaulII. wachhalten, die größte von ihnen ist einschüchternde 14 Meter hoch, zählt man in der deutschen Provinz bisher nur insgesamt neun Statuen, Büsten, Reliefs und Tafeln, dazu einen Benediktweg und (immerhin!) eine Benedikt-Briefmarke.

Steffel, der sich für seine Initiative mit dem CSU-Kollegen Stephan Mayer aus Benedikts Heimatwahlkreis Altötting-Mühldorf am Inn zusammengetan hat, plädiert denn auch für einen „zentralen Standort“ in Berlin. Dann vielleicht hinter der St.-Hedwigs-Kathedrale?