Wahlkampf

„Alternative für Deutschland“ gründet Berliner Landesverband

Die euroskeptische Partei „Alternative für Deutschland“ hat ihren Berliner Landesverband erfolgreich gegründet. Knapp 200 Mitglieder waren in Tegel dabei.

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Die euroskeptische Partei Alternative für Deutschland (AfD) hat am Samstag in Berlin ihren neunten Landesverband gegründet. Die knapp 200 Mitglieder kamen in Tegel unter Ausschluss der Öffentlichkeit zum Gründungsparteitag zusammen. Gleichberechtigte Vorsitzende wurden Matthias Lefarth, Annette Goldstein und Günther Brinker, wie eine Parteisprecherin sagte. Der Wirtschaftswissenschaftler und frühere Landesvorsitzende der Freien Wähler, Christian Schmidt, unterlag demnach in einer Stichwahl.

Vor zwei Wochen hatte sich die Bundespartei AfD gegründet. Sie Partei plädiert unter anderem für eine „geordnete Auflösung des Euro-Währungsgebietes“. Linke Gruppen unterstellen ihr allerdings Rassismus und Sozialchauvinismus und hatten deswegen am Rande des Parteitags in Berlin-Tegel zu Protesten aufgerufen. Nach Polizeiangaben kam jedoch nur eine Handvoll Demonstranten.

In Umfragen gleichauf mit FDP

Erst vor kurzem hat die Anti-Euro-Partei erstmals in einer Umfrage die für einen Bundestageinzug erforderliche Fünf-Prozent-Hürde erreicht. Damit liegt sie in der Wählergunst augenblicklich gleichauf mit der krisengebeutelten FDP. Einer anderen Umfrage zufolge kann sich bereits jeder vierte Deutsche vorstellen, die „Alternative für Deutschland“ zu wählen.

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