Berliner Kudamm

Fans feiern mit kleinem Autokorso Aufstieg von Hertha

Auf dem Kudamm haben Berliner Fans ihre Mannschaft Hertha BSC für den perfekt gemachten Wiederaufstieg in die Fußball-Bundesliga gefeiert. Der Korso fiel aber kleiner als gedacht aus.

Foto: Paul Zinken / dpa

Dem hart erarbeiteten Pflichtsieg im Olympiastadion folgte auf den Straßen Berlins keine rauschende Parade. Der erwartete Autokorso mit Hertha-Fahnen und Hupkonzerten fiel aus. Nur vereinzelt strapazierten fahrende Fans ihre Autosignale, hin und wieder waren flatternde Fahnen im Fahrtwind zu sehen.

„Vielleicht waren die Fans enttäuscht vom langweiligen Spiel“, sagt Simone Schmidt. „Das späte Tor war eine Erlösung.“ Die junge Frau kam nach dem Spiel zum Breitscheidplatz. Ein roter Polo kreiste derweil über Kudamm und Tauentzien.

Auf der Höhe Breitscheidplatz wurde gehupt. Dort standen zehn Fans der Berliner Mannschaft und skandierten lautstark „Nie mehr zweite Liga“. Nach der vierten Runde des Polos vorbei an der Gedächtniskirche war entweder der Tank leer, die Hupe kaputt oder die fahrenden Fans hatten keine Lust mehr.

Der Weg zum Aufstieg – Die interaktive Hertha-Timeline

Mannschaft, Trainerteam und Präsdium trafen sich samt Familienanhang zu einem Abendessen in einem griechischen Restaurant in Schlachtensee. Es gab als Vorspeise Humus, Tsatsiki und Schafskäse. Als Hauptgericht wurden wahlweise Lamm- oder Rinderfilet serviert. Angestoßen wurde auf den vorzeitigsten Aufstieg der Hertha-Historie zumeist mit Rotwein. Eine Ausnahme war Jos Luhukay, der mit Gattin Ingrid erschienen war. Der Trainer orderte Mineralwasser mit Sprudel.

Große Reden wurden nicht gehalten. Die offizielle Aufstiegsparty steigt nach dem Saisonfinale gegen Energie Cottbus am 19. Mai 2013.