Kriminalität

Berlins Auto-Brandstifter zündeln doppelt so oft

Foto: Steffen Tzscheuschner / dpa

Im vergangenen Jahr konnten die Berliner etwas aufatmen: Die Zahl der angezündeten Autos war deutlich zurückgegangen. Nun sind die Brandstifter wieder vermehrt aktiv, auch die politisch motivierten.

In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres ist die Zahl der bei Brandstiftungen zerstörten Autos im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sprunghaft angestiegen. Besonders die politisch motivierten Taten haben sich mehr als verdoppelt. Zehn Brandanschläge waren bereits in diesem Jahr nach Auskunft der Polizei politisch motiviert. Im Vorjahreszeitraum waren es vier Taten mit politischen Hintergrund.

Nach Angaben der Polizei sind bis zum 31. März bei 53 Brandanschlägen 64 Wagen in Flammen aufgegangen. 20 weitere Fahrzeuge waren so genannte Kollateralschäden, Fahrzeuge, die nicht direkt in Brand gesetzt wurden, sondern durch ein angrenzendes Feuer in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Von den 53 Brandanschlägen 2013 seien nach Angaben einer Polizeisprecherin zehn politisch motivierte Taten gewesen. Dabei wurden 18 Fahrzeuge direkt angegriffen und neun in Mitleidenschaft gezogen.

Im Vorjahr weist die Bilanz am Ende des ersten Quartals 32 Brandstiftungen aus, bei denen 34 Fahrzeuge direkt in Brand gesetzt wurden und 18 weitere zerstört beziehungsweise beschädigt wurden.

Bei den vier politischen Taten haben die Täter fünf Fahrzeuge damals direkt angezündet, drei Fahrzeuge standen in direkter Nachbarschaft zum Brandherd und wurden zerstört. Einen Zusammenhang der steigenden Brandfälle mit dem nahenden 1. Mai sieht die Polizei jedoch nicht.

( ag )