Tickettarife

Fahrgastverband lehnt höhere Preise für Bus und Bahn ab

Nur elf Monate nach der letzten Tariferhöhung wird der öfentliche Nahverkehr in Berlin und Brandenburg schon wieder teurer. Der Preis für einen Einzelfahrschein in Berlin soll auf 2,60 Euro steigen.

Der Berliner Fahrgastverband Igeb hat die zum 1. Juli geplante Erhöhung der Fahrpreise im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) als „unbegründet und überzogen“ abgelehnt. Sowohl die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), als auch die S-Bahn hätten 2012 mehr Fahrgäste gewonnen. Dementsprechend seien auch die Einnahmen aus dem Fahrscheinverkauf gestiegen. Ein großer Teil der Tickets, so kritisiert die Igeb, soll zudem oberhalb der Inflationsrate verteuert werden..

Wie berichtet, will der Verkehrsverbund, dem auch die BVG, die S-Bahn und alle Regionalbahnen angehören, die Ticketpreise noch im Sommer anheben. Bereits am Donnerstag kommt der VBB-Aufsichtsrat, in dem die Landesregierungen von Berlin und Brandenburg sowie die Landkreise vertreten sind, zusammen, um einen entsprechenden Beschluss zu fassen. Zuvor war bekannt geworden, dass die Ticketpreise sich im durchschnittlich mehr als drei Prozent verteuern sollen.

Demnach soll etwa das Einzelfahrschein AB (Stadtgebiet Berlin) künftig 2,60 Euro statt derzeit 2,40 Euro kosten. Um jeweils zehn Cent soll sich die Kurzstreckenfahrt (künftig 1,50 Euro) und der Einzelfahrschein ABC (3,20 Euro) verteuern. Auch die Preise für Monatskarten und Jahres-Abonnements werden wieder steigen. Die Ticketpreise waren erst zum 1.August 2012 angehoben worden, damals um durchschnittlich um 2,8 Prozent.

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