Beschleunigung

 EU gibt 21 Millionen Euro für Bahnstrecke Berlin-Rostock

Der Ausbau der Bahnstrecke Rostock-Berlin stockt, das Ende der Bauarbeiten verzögert sich. Mit EU-Millionen könnte es jetzt schneller gehen.

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Die EU beteiligt sich mit 21 Millionen Euro am Ausbau der Bahnstrecke Berlin-Rostock. Wie das Bundesverkehrsministerium am Dienstag mitteilte, kommen die Gelder aus dem EFRE-Programm für Verkehrsinfrastruktur, mit dem die EU bis 2013 Investitionen in Verkehrswege in bestimmten Regionen Europas fördert.

Die wichtige Verkehrsachse von der Hauptstadt in den Ostseeraum wird seit September ausgebaut, die Züge sollen künftig bis zu 160 Kilometer pro Stunde schnell fahren können. Nach Angaben des Ministeriums werden insgesamt 700 Millionen Euro investiert. Die Deutsche Bahn AG hatte vergangene Woche von 850 Millionen Euro gesprochen.

Fertigstellung soll erst im Juni erfolgen

Ursprünglich sollten die Arbeiten Ende April abgeschlossen sein, doch unter anderem wegen Blindgängern, Sumpfgebieten und Anwohnerklagen kommt es nach Bahnangaben von vergangener Woche zu Verzögerungen. So könnten die vollgesperrten Abschnitte Nassenheide-Löwenberg und Fürstenberg-Neustrelitz erst am 9. Juni wieder freigegeben werden. Ein Bahnsprecher sagte am Dienstag, dass Bahnreisende vom Fahrplanwechsel im Dezember dieses Jahres an in weniger als zwei Stunden von Berlin nach Rostock fahren können.

Der Linke-Bundestagsabgeordnete Steffen Bockhahn forderte die Bahn auf, das EU-Geld ausschließlich für die Beschleunigung der Bauarbeiten zu verwenden. „Wenn man mehr investiert, kann man schneller arbeiten.“ So könnte erreicht werden, dass die Sperrung eher aufgehoben wird. Dies sei für die Berufspendler, den Güterverkehr und auch für den Kreuzfahrthafen Rostock von großer Bedeutung, sagte Bockhahn.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Eckhardt Rehberg bezeichnete die zusätzlichen EU-Mittel als eine gute Nachricht. Das als prioritär eingestufte Vorhaben steigere die Attraktivität des Wirtschafts- und Hafenstandortes Rostock.

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