Mitte

Vermummte zünden Autos auf Parkplatz des Bezirksamts an

Nach Zeugenberichten haben bis zu 15 Täter Autos auf dem Parkplatz vor der Behörde Autos angezündet. Zwei Wagen brannten komplett aus.

Die Zahl der Brandanschläge gegen Autos in Berlin schnellt wieder in die Höhe. Fünf Fahrzeuge wurden am späten Dienstagabend auf dem Parkplatz des Bezirksamts Berlin-Mitte angezündet. Erst in der Nacht zuvor war ein Fahrzeug in Niederschöneweide in Brand gesteckt worden. Im jüngsten Fall hatten Zeugen etwa zehn bis 15 Vermummte auf dem Parkplatz an der Karl-Marx-Allee beobachtet, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Die Verdächtigen flüchteten.

Zwei Autos brannten vollständig aus, zwei wurden schwer, eines leicht beschädigt. Bei beiden Anschlägen wird ein politisches Motiv vermutet, weshalb der Staatsschutz ermittelt. In der Hauptstadt hatte es vor allem im Sommer 2011 eine Serie von Autobrandstiftungen gegeben.

Mehr als 20 Brandanschläge

Die meisten der Fälle sind nach Angaben der Polizei nicht politisch motiviert. In diesem Jahr wurden bereits 23 solcher Anschläge registriert, bei denen 26 Autos angezündet wurden. Dazu kommen zwei politisch motivierte Anschläge gegen Fahrzeuge, bei denen zwei Autos direkt angegriffen wurden und ein weiteres beschädigt wurde. Die jüngsten Anschläge sind noch nicht in die Statistik eingeflossen, weil die Motive noch nicht geklärt sind.

Am 22. Januar waren zwei Jugendliche (17/15) auf frischer Tat ertappt worden. Zeugen beobachteten die Brandstifter, wie sie in Hellersdorf mehrere Autos anzündeten. Beide gestanden die aktuellen und weitere Brandanschläge. Gegen den 17-Jährigen wurde Haftbefehl erlassen.

( dpa/ap )