Gehackte Seite

Aktionskünstler Rezai nimmt Neue Nationalgalerie aufs Korn

Foto: The Coup / DPA

Iman Rezai hatte über die mögliche Hinrichtung eines Schafes im Internet abstimmen lassen. Jetzt sorgte er mit Emails für Verwirrung.

Nach seinem umstrittenen Experiment mit der möglichen Hinrichtung eines Schafes hat der iranische Künstler Iman Rezai mit einer neuen Aktion für Verwirrung gesorgt. Er verschickte Emails an die Medien, die angeblich von der Neuen Nationalgalerie stammten, aber gefälscht waren. „Diese Emails sind ein Fake“, sagte die für die Nationalgalerie zuständige Pressesprecherin Anne Schäfer-Junker.

In den Mails hatte Rezai behauptet, die Internetseite des staatlichen Museums gehackt und sich Zugang zu den Email-Konten verschafft zu haben. Die von ihm angegebene Adresse führt aber nicht zur Nationalgalerie, sondern zu der privaten PR-Agentur The Coup.

Der 1981 im Iran geborene Künstler, im vergangenen Jahr zum Meisterschüler an der Berliner Universität der Künste graduiert, hatte im Mai mit seinem spektakulären Schafsexperiment weltweit für Aufsehen gesorgt. Er ließ im Internet darüber abstimmen, ob Schaf „Norbert“ mit einer Guillotine hingerichtet werden solle. Mehr als 2,5 Millionen Klicks sprachen gegen die Tötung, immerhin 1,7 Millionen dafür.

( dpa/bee )