Untersuchung

Mieten und Wohnungspreise in Berlin steigen deutlich

Die durschnittliche Nettokaltmiete in Berlin erhöht sich kräftig. Besonders teuer ist es in Charlottenburg, Steigerungen gab es in Neukölln.

Foto: Maurizio Gambarini / dpa

Die Mieten und Wohnungspreise in Berlin steigen weiter deutlich. Die durchschnittliche Nettokaltmiete in Standardwohnlagen erhöhte sich 2012 von 6,20 Euro auf 6,70 Euro pro Quadratmeter, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Untersuchung des Immobilienverbandes Berlin-Brandenburg (IVD) hervorgeht.

Das entspricht einer Preissteigerung von acht Prozent. Besonders betroffen sind die Innenstadtgebiete, zunehmend aber auch Wohnungen und Häuser etwas weiter Richtung Stadtrand. „Neben citynahen Gebieten rücken daher zunehmend Randlagen in den Fokus von Kapitalanlegern und Investoren“, stellte der Immobilienverband, der Makler und Hausverwaltungen vertritt, fest.

Laut IVD werden in sechs der zwölf Berliner Bezirke durchschnittlich noch Mieten unter 5 Euro pro Quadratmeter verlangt, nur in Charlottenburg-Wilmersdorf liege der Quadratmeterpreis durchschnittlich über 6 Euro. „Von einer Mieten- und Preisexplosion kann daher keine Rede sein“, sagt IVD-Chef Dirk Wohltorf.

Spitzenreiter auf dem Berliner Mietwohnungsmarkt ist laut Untersuchung erneut Charlottenburg-Wilmersdorf mit einer Schwerpunktmiete in Vorzugslagen von 10 Euro pro Quadratmeter (2011: 9,25 Euro). Auf den Rängen zwei und drei folgten Mitte und Steglitz-Zehlendorf mit jeweils 9,75 Euro (2011: 9,15 Euro bzw. 9 Euro). Auf Platz vier liege weiterhin Pankow mit 8,75 Euro (2011: 8 Euro), gefolgt von Tempelhof-Schöneberg mit 8,50 Euro (2011: 7,75 Euro).

Außerordentliche Steigerungen bei den Spitzenmieten gebe es in Neukölln mit Zuschlägen von über 40 Prozent und in Friedrichshain-Kreuzberg mit über 20 Prozent.