Tierpark

Das sind die neuen Berliner Mini-Leoparden

Der Berliner Tierpark in Friedrichsfelde freut sich über Nachwuchs im Leopardengehege. Mor und May sind ziemlich neugierig.

Mor und May heißen sie, die beiden Nachwuchs-Leoparden im Tierpark in Berlin-Friedrichsfelde. Die am 4. August 2012 in einer abgeschotteten Mutterstube geborenen Jungtiere erkunden inzwischen sogar schon ohne Mutter Noomi ihre große Schaubox.

Die beiden Mädchen zählen als China-Leoparden zu einer bedrohten Unterart – genau wie die zwei Java-Leoparden, die ebenfalls in diesem Jahr im Tierpark nachgezüchtet wurden.

Die Haltung und die Zucht der China-Leoparden hat im Tierpark Tradition. „Das erste Paar kam 1959 aus dem Zoo Peking nach Berlin“, berichtet Christian Kern, der zuständige Kurator für Säugetiere. Schon ein Jahr später, 1960, wurde der erste Nachwuchs im Tierpark geboren. „Wir züchten also schon seit 52 Jahren“, so Kern weiter.

Für die Unterart der China-Leoparden ist vor acht Jahren ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm eingerichtet worden, das derzeit 51 Tiere umfasst. Auch der Tierpark nimmt daran teil. Außerhalb Europas existiert kein weiteres Zuchtprogramm. Die Unterart ist im nördlichen China beheimatet, allerdings ist nicht bekannt, wie viele der Leoparden noch in freier Wildbahn leben.