Schmäh-Video

„Cinema for Peace“ gibt Berliner Pläne für Mohammed-Film auf

Eigentlich wollte die Stiftung das islamfeindliche Video in Berlin zeigen. Nach ersten Protesten machte die Stiftung einen Rückzieher.

Die Stiftung „Cinema for Peace“ hat Pläne für die Aufführung des islamfeindlichen Videos in einem Berliner Kino aufgegeben.

Nach ersten öffentlichen Protesten machte die Stiftung am Mittwoch einen Rückzieher. Ursprünglich hatte sie geplant, bei einer Diskussionsveranstaltung am 1. Oktober auch Ausschnitte des Films „Die Unschuld der Muslime“ zu zeigen.

Das in den USA hergestellte Video, von dem bislang nur ein 14-minütiger Trailer bekannt ist, hatte in der islamischen Welt gewaltsame Proteste ausgelöst.

Die Stiftung hatte am Dienstagabend per E-Mail zu einer Veranstaltung im Berliner Kino Central über Rassismus und religiös motivierten Hass eingeladen. Neben dem Video sollten beispielsweise auch Ausschnitte aus dem Nazi-Film „Jud Süß“ zu sehen sein.

Am Mittwoch erklärte ein Sprecher jedoch, die Stiftung wolle „weder weitere Reaktionen noch eine weitere Verbreitung dieses Filmes unterstützen“.

Berliner Central-Kino wusste von Plänen nichts

Das Central-Kino betonte, es habe von von der Programmierung des umstrittenen Werks nichts gewusst. „Der Film „Innocence of Muslims“ wird im Central-Kino zu keinem Zeitpunkt zu sehen sein“, teilte die Filmbühne mit. Das Kino sagte die für den 1. Oktober Veranstaltung insgesamt ab.