WM-Serie

Senat sperrt sich gegen Elektroauto-Rennen in der City

Nach Vorstellungen der Formula E Holding sollte die Straße des 17. Juni zur Rennstrecke werden. Doch der Berliner Senat winkt ab.

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Berliner Motorsport-Fans könnten in zwei Jahren das Debüt der neuen Formel E erleben, einer offiziellen WM-Serie für Elektroautos.

Der Wunsch des Automobil-Weltverbandes FIA, dass die umweltfreundlichen Rennwagen in der Berliner City starten könnten, dürfte dagegen kaum in Erfüllung gehen. „Auch ohne Lärm und Benzingeruch sehen wir erhebliche Schwierigkeiten der Realisierung“, sagte Berlins Sport-Staatssekretär Andreas Statzkowski am Donnerstag.

Nach Vorstellungen der Formula E Holding sollte die Straße des 17. Juni zur Rennstrecke werden. Die zuständige Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz habe laut Statzkowski aber bereits abgewunken – zu hohes Sicherheitsrisiko. Die mit elektrischer Energie getriebenen Rennwagen sollen Spitzengeschwindigkeiten von 240 Stundenkilometern erreichen.

Grundsätzlich wäre Berlin offen „für die Weiterentwicklung, weil es etwas mit Umweltverträglichkeit ohne Benzin und ohne Lärm zu tun hat“, sagte Statzkowski. „Wir haben mit dem Lausitzring eine hervorragende Strecke, die darauf wartet, dass man sie nutzt“, ergänzte der Staatssekretär.

Die Formel E möchte aber eher in die Metropolen wie Berlin, Hongkong, Shanghai, Peking, Mumbai, Sydney, Kapstadt, Moskau, Miami und Los Angeles. Mit Rio de Janeiro, im Premierenjahr der neuen Serie bereits Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft und zwei Jahre später Olympia-Gastgeber, soll es bereits eine Einigung geben.