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Berliner Riesenrad am Bahnhof Zoo endgültig gescheitert

Nach dem Vorbild des London Eye sollte sich am Zoo ein Riesenrad drehen. Doch dazu kommt es nicht. Berlin kauft das Grundstück nun zurück.

Das Riesenrad-Projekt am Zoo in Berlin-Charlottenburg ist nach Informationen des „Tagesspiegel“ endgültig gescheitert. Der Senat wolle das 1,3 Hektar große Grundstück noch in diesem Jahr vom bisherigen Eigentümer, dem Unternehmen Great Berlin Wheel, zurückkaufen, berichtet die Zeitung.

Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos) stimme die Kabinettsvorlage derzeit mit der Stadtentwicklungsbehörde ab. Eine Sprecherin Nußbaums bestätigte das am Sonntag: „Es wird eine Kabinettsvorlage geben.“ Das Filetgrundstück war 2006 von der Great Berlin Wheel GmbH für 25 Millionen Euro – und damit weit über dem Verkehrswert – erworben worden.

Im Kaufvertrag von 2006 war ursprünglich festgeschrieben worden, dass das Projekt bis 30. Oktober 2011 realisiert sein muss, andernfalls gibt es eine Rückkaufoption. Das Land musste dann eine weitere Frist bis Juli 2012 gewähren.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hatte Ende 2007 den Spatenstich für den geplanten Bau eines 175 Meter hohen Riesenrads in der City West gesetzt. Danach passierte nichts mehr.

Am 31. August 2012 läuft die Frist für den Bau ab. Der Senat hat dann noch zwei Monate Zeit, um sein Rücktrittsrecht wahrzunehmen. Auf der Brache hinter dem BVG-Busbahnhof stand früher der Wirtschaftshof des Zoologischen Gartens, der für 16,8 Millionen Euro aus der Landeskasse verlegt werden musste.

( dpa/sei )