Kriminalität

33-Jähriger vor Berliner Disko niedergeschossen

Vor einer Diskothek in Berlin-Waidmannslust wurde ein Mann durch mehrere Schüsse schwer verletzt. Dem Täter gelang die Flucht.

Foto: Steffen Pletl

Eine Diskothek in Berlin-Reinickendorf ist Schauplatz eines schweren Verbrechens geworden. In der Nacht zu Sonntag hat eine unbekannte Person im Eingangsbereich der Diskothek im Stadtteil Waidmannslust mehrmals mit einer scharfen Waffe auf einen jungen Mann geschossen. Dem Schützen gelang danach unerkannt die Flucht.

Das 33 Jahre alte Opfer wurde schwer verletzt ins Virchow-Klinikum der Charité eingeliefert, wo die behandelnden Ärzte mit einer Notoperation das Leben des Mannes – vorerst – retten konnten. Der 33-Jährige wird auf einer Intensivstation behandelt. Die Hintergründe der Tat sind nach Polizeiangaben noch völlig unklar. Die Ermittlungen führt die 8. Mordkommission des Landeskriminalamtes.

Nach ersten Erkenntnissen wurde um 4.08 Uhr ein Notarztwagen der Feuerwehr zur Diskothek „Halli Galli“ geschickt, die sich unmittelbar neben dem Einkaufszentrum Nordmeile befindet. Der niedergeschossene Mann musste von einem Notarzt behandelt werden, um transportfähig zu werden. Ob es sich bei dem Schwerverletzten um einen Türsteher handelt, wie anfangs spekuliert wurde, ist unklar. Das Opfer des Mordanschlages könne ebenso gut auch ein Bekannter des Türstehers der Diskothek sein, hieß es am Sonntag in Ermittlerkreisen. Der 33-Jährige soll arabischer Herkunft sein.

Wie Morgenpost Online weiter erfuhr, sollen bislang auch keine Erkenntnisse vorliegen, die auf einem Zusammenhang der Tat mit dem Rockermilieu schließen lassen. Türsteher von Bars und Diskotheken haben für die rivalisierenden Rockergruppen eine bedeutsame Position inne, denn sie haben Einfluss darauf, wer welche Drogen hinter der von ihnen kontrollierten Tür verkaufen darf. Vor drei Wochen ist, wie berichtet, der Boss der Hells Angels Nomads beim Verlassen seines Lokals in Hohenschönhausen niedergeschossen und schwer verletzt worden. Der Schütze konnte trotz intensiver Ermittlungen bislang immer noch nicht identifiziert werden.