U-Bahn-Sperrung

Fahrgäste müssen bei der U2 weiter Geduld haben

Noch immer ist unklar, wann die U2 nach dem Wassereinbruch am Leipziger Platz wieder fahren wird. Jetzt soll es eine Lösung geben.

Foto: DAPD

Mehr als einen Monat nach dem Wassereinbruch auf einer Großbaustelle am Leipziger Platz ist weiter unklar, wann die U-Bahn-Linie U2 in Mitte wieder fahren kann. Allerdings zeichnet sich nun erstmals eine Lösung ab. Am Mittwochabend trafen sich Vertreter und Gutachter des Bauherren und der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Im Anschluss zeigte sich BVG-Sprecherin Petra Reetz optimistisch. „Wir hoffen, dass wir im Laufe der nächsten Woche sagen können, wann die U-Bahn voraussichtlich wieder fährt“, sagte sie. Zuvor müssten aber alle bisherigen Gutachterergebnisse noch einmal überprüft werden.

Am 30. März war Grundwasser in die Baugrube auf dem ehemaligen Wertheim-Areal eingedrungen. Aus Sicherheitsgründen wurde der Verkehr auf der U2 zwischen Mohrenstraße und Potsdamer Platz unterbrochen – und ist es bis heute.

Der Tunnel der U2 läuft diagonal über die Baustelle. Das mehr als 100 Jahre alte Bauwerk ist zwar durch Betonwände und einen Deckel geschützt, doch bislang konnten die Experten beider Seiten nicht einvernehmlich klären, ob der Tunnel möglicherweise unterspült wurde. Das letzte Wort für die Freigabe hat die bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung angesiedelte Technische Aufsichtsbehörde.

Dort liegen nach Angaben von Behördensprecherin Petra Rohland inzwischen zwar die meisten, aber noch nicht alle Dokumente vor, die für eine Entscheidung relevant sind. „Wir benötigen Zeit für die Prüfung der Unterlagen“, sagte sie am Mittwoch. Auch die Senatsverwaltung habe ein Interesse daran, dass die U-Bahn bald wieder fährt, so Rohland. „Aber das ist eine schwerwiegende Entscheidung, und Sicherheit hat höchste Priorität.“

Ungeachtet dessen würde die BVG nach eigenen Angaben noch eine weitere Woche benötigen, um den Tunnel wieder in Betrieb zu nehmen. Die zum Schutz vor möglicherweise eindringendem Wasser eingebauten Querschotts müssen wieder abmontiert werden. Anschließend müssen Testfahrten mit schwer beladenen Bauzügen zeigen, dass der Tunnel auch bei Belastung wirklich sicher ist.