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Wo es in Berlin am Wochenende am wärmsten war

Sommerliche Temperaturen im Frühling: In Berlin wurde an diesem Wochenende von den Meteorologen ein Rekord gemessen.

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Sommer, Eis und volle Freibäder: Einheimische und Touristen haben Berlin am Wochenende bei Temperaturen wie am Mittelmeer in vollen Zügen genossen. Mit sieben geöffneten Freibädern, einem verkaufsoffenen Sonntag sowie der Langen Nacht der Theater und Museen kamen wohl alle auf ihre Kosten. Es sollen gut zwei Millionen Touristen in der Stadt gewesen sein, schätzt die Tourismusgesellschaft Visit Berlin.

Der Deutsche Wetterdienst meldete auch einen örtliche Rekordwert für Berlin. In Tempelhof sei mit 30,2 Grad die höchste jemals gemessene Temperatur an einem 28. April an diesem Standort verzeichnet worden. Am wärmsten sei es am südöstlichen Stadtrand von Berlin im Ortsteil Müggelheim gewesen. Auf dem Kaniswall wurden 31,9 Grad gemessen. Ähnlich sah es im Land Brandenburg aus: Die höchsten Temperaturen verzeichneten Potsdam und Manchnow mit jeweils 31,4 Grad.

Zu Wochenbeginn bleibt es in der Hauptstadtregion zufolge trocken und freundlich mit Temperaturen bis zu 28 Grad. Ab Mittwoch sei mit Schauern und Gewittern zu rechnen. Dann werden die Werte voraussichtlich die 20-Grad-Grenze unterschreiten, heißt es.

„Die Hotels waren sehr zufrieden mit den Buchungen“, sagte der Geschäftsführer der Tourismuswerbeagentur Visit Berlin, Burkhard Kieker. Sie seien weitgehend ausgebucht gewesen. Er sei sich sicher, dass etwa zwei Millionen Touristen am Wochenende zu Besuch gewesen seien. In der Regel verzeichne Berlin 300.000 bis 400.000 Besucher pro Tag.

Etwa 20.000 Besucher verzeichneten die Berliner Bäderbetriebe. „Das war ein Auftakt, wie man ihn sich nicht besser wünschen kann“, bilanzierte Sprecher Matthias Oloew. „Gute Stimmung, volle Becken“ habe es am Sonnabend und Sonntag gegeben, keine Unfälle oder Störenfriede. Allein ins Strandbad Wannsee pilgerten am Samstag 4000 Besucher. Viele ließen sich nicht von dem gerade einmal 15 Grad warmen Wasser abschrecken und gingen schwimmen.

Tausende Besucher kamen ebenfalls zur Langen Nacht der Theater und Museen. Etwa 60 Bühnen lockten mit Ausschnitten aus ihrem Programm, von der Komischen Oper über die Volksbühne bis zum Kriminaltheater.

Der Einzelhandel zog ein gemischtes Fazit vom verkaufsoffenen Sonntag. „Regelrecht begeistert sind die Lagen, die viele Touristen anziehen“, sagte Nils Busch-Petersen vom Handelsverband Berlin-Brandenburg. Am Alexanderplatz, auf dem Kurfürstendamm und auf dem Tauentzien drängelten sich die Menschen. „Richtig sommerliche Textilien“ seien der Renner gewesen. Zu entfernter gelegenen Standorten seien auch viele Menschen gekommen, „es war aber nicht so rappelvoll“.