Außerordentliche Fraktionssitzung

Anti-Nazi-Demo - Berliner Piraten tagen in Dresden

Neonazis versuchen seit Jahren, das Gedenken Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg für sich zu vereinnahmen. Doch die Dresdner wehren sich. Auch am Wochenende wollen sie gegen die Rechtsextremisten demonstrieren – und die Berliner Piraten wollen dies unterstützen.

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Mit einer außerordentlichen Fraktionssitzung wollen die Berliner Piraten am Sonnabend in Dresden den Protest gegen Neonazis unterstützen. „Wir wollen mit der Aktion klarstellen, dass der Kampf gegen Nazis für uns nicht an den Stadtgrenzen Berlins aufhört“, erklärte die Fraktion.

Neonazis hatten das Wochenende nach dem Jahrestag der Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg in den vergangenen Jahren immer wieder für Aufmärsche genutzt. Überparteiliche Bündnisse riefen zu Gegendemonstrationen auf. Im vergangenen Jahr gab es erstmals massive Gewalt. In diesem Jahr wurde der Aufmarsch der Rechten abgesagt - Gegendemonstranten wollen trotzdem auf die Straße gehen.

Rund 13.000 Dresdner und Gäste formten bereits in der Nacht zum Dienstag eine Menschenkette um die Innenstadt und setzten damit ein deutliches Zeichen gegen Nationalsozialismus, Rassismus und Gewalt. Am Abend erzwangen tausende Gegendemonstranten, dass ein Aufmarsch von etwa

1600 Neonazis aus ganz Deutschland am Rande der City deutlich verkürzt wurde. Das Gedenken endete mit Konzerten und stillem Gebet in den Dresdner Kirchen.