Verkehrsbehinderungen

Neue Einschränkungen bei der S-Bahn

Den ersten Schnee hat die Berliner S-Bahn überstanden, ihr Angebot musste sie zum Wochenbeginn wegen des Fahrermangels trotzdem wieder einschränken. Die Personalprobleme werden voraussichtlich noch Wochen andauern. „Wir gehen davon aus, dass sich die Personalsituation in diesem Frühjahr entspannen wird“, erklärte ein S-Bahn-Sprecher am Montag in Berlin. Derzeit fehlten - unter anderem wegen Krankheit – rund 50 Lokführer. Auf einen längerfristigen Notfahrplan will die S-Bahn dennoch verzichten und weiter spontan Linien einschränken, wenn sich Lücken auftun.

Weil am Montag zu wenig der derzeit 910 Fahrer einsatzbereit waren, pendelte beispielsweise die S47 nur zwischen Spindlersfeld und Schöneweide. Die S25 zwischen Tegel und Schönholz wird wegen Bauarbeiten bis zum 3. Februar nur im 40-Minuten-Takt fahren. Es sei besser flexibel zu bleiben und das Angebot je nach Besetzung einzuschränken oder auszuweiten, sagte der Bahn-Sprecher. So könnten genesene Lokführer sofort wieder auf die Schiene zurückkehren.

Auch neue Tarifverträge mit veränderten Dienstzeiten und mehr Urlaubstagen sowie aufwendiger außerplanmäßiger Wartungsbedarf erschweren laut Bahn derzeit die Besetzung des Schichtbetriebs. So schnell wie möglich sollen daher neue Lokführer eingestellt werden. Die ersten 13 Triebfahrzeugführer beenden laut Bahn im Februar ihre Ausbildung, im April sollen 27 weitere hinzukommen. Bis zum Sommer könnten dann insgesamt 70 neue Fahrer einsatzbereit sein.