Überfall

Frau schlägt junge Mutter im Aufzug mit Hammer

Eine 25-Jährige ist von einer Frau mit einem Hammer niedergeschlagen und ausgeraubt worden. Das Opfer kam mit einer Platzwunde und einer gebrochenen Hand ins Krankenhaus.

Foto: Steffen Pletl

Eine 25 Jahre alte Frau ist am Dienstagabend in Mitte in einem Fahrstuhl von einer Unbekannten mit einem Zimmermannshammer attackiert und ausgeraubt worden. Wie durch ein Wunder wurde sie nicht lebensbedrohlich verletzt. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Gegen 21 Uhr hatte Sarah K. den Fahrstuhl ihres Wohnhauses an der Schmidstraße betreten, als eine andere Frau mit in die Kabine stieg. Auf der Fahrt nach oben schlug die Täterin, die hinter Sarah K. stand, plötzlich mit dem Hammer zu. „Ich wurde am Kopf getroffen und habe dann noch versucht, mit meinem Arm weitere Hiebe abzuhalten.“ Als die junge Frau am Boden lag, wurde ihr die Handtasche entrissen, die Unbekannte entkam über das Treppenhaus. Sarah K. konnte sich noch in ihre Wohnung schleppen, wo ihr Lebensgefährte Polizei und Feuerwehr alarmierte.

Im Krankenhaus nähten die Ärzte eine Platzwunde und gipsten den gebrochenen Handrücken ein. Die Mediziner konnten am Mittwoch nicht ausschließen, dass sie an der linken Hand operiert werden muss. „Hätte die Frau mit der spitzen Seite zugeschlagen, wäre ich wahrscheinlich tot“, sagt die gelernte Verkäuferin. „Ich habe erst vor sieben Woche unsere Tochter per Kaiserschnitt zur Welt gebracht, ich bin froh, dass die Wunden nicht wieder aufgerissen sind.“ Mit dem Fahrstuhl will die junge Mutter nur noch allein fahren. Hinweise zu dem Fall nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.