Unfall in Rudow

71 Jahre alter Busfahrer fährt Fußgänger tot

Ein 71-jähriger Busfahrer hat am Dienstagabend in Rudow einen Fußgänger übersehen und angefahren. Das 76-jährige Unfallopfer erlag wenig später im Krankenhaus seinen Verletzungen.

Ein 76 Jahre alter Fußgänger ist am Dienstagabend in Rudow von einem Linienbus angefahren und schwer verletzt worden. Der Mann starb dann wenige Stunden später im Krankenhaus, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Er war bei für ihn grüner Ampel vom Bus beim Abbiegen von der Neuköllner Straße erfasst worden. Vermutlich hatte der 71 Jahre alte Busfahrer den Fußgänger beim Abbiegen übersehen. Der Fahrer erlitt einen Schock. Nach Angaben der Polizei handelt es sich um den ersten Verkehrstoten im Jahr 2012 in der Hauptstadt.

Der Busfahrer der Linie 373 hatte gegen 17.45 Uhr die Neuköllner Straße befahren. Beim Linksabbiegen in die Groß-Ziethener-Chaussee blieb er mit seinem Fahrzeug zunächst in der Mitte der Kreuzung stehen, um den Gegenverkehr passieren zu lassen. Zur gleichen Zeit überquerte der 76-jährige Karl-Heinz S. die Groß-Ziethener-Chaussee an der dort vorhandenen Fußgängerfurt. Nachdem der Busfahrer den Gegenverkehr hatte passieren lassen, bog er ab, übersah dabei in der Dunkelheit und bei Regen den Fußgänger. Dabei kam es zu dem folgenschweren Zusammenstoß.

Der 71-jährige Unfallfahrer Miodrag G. arbeitete nach Informationen der „BZ“ als Aushilfsfahrer. Die Linie 373 wird zwischen Rudow und Gropiusstadt für die BVG von der Omnibusgesellschaft Hartmann bedient. Der Unfallfahrer hatte jahrelang Busse gesteuert und wollte sich seit 2008 auf diese Weise etwas zur Rente hinzuverdienen. Der Mann ist im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis der Klasse D, die erst vor wenigen Tagen verlängert worden sein soll. Die Polizei geht nach Angaben der Unfallbereitschaft nicht von einem altersbedingten Verschulden aus. BM