Lebensgefahr

Schläger brechen ihrem Opfer fast das Genick

Foto: Massimo Rodari

In Prenzlauer Berg ist es zu einem brutalen Überfall gekommen. Ein Indonesier wurde von drei Männern zunächst angepöbelt und dann verprügelt. Dabei brachen ihm die Schläger fast das Genick, es besteht Lebensgefahr.

Ein 23-jähriger Indonesier ist in Berlin von Unbekannten zunächst fremdenfeindlich beleidigt und dann brutal zusammengeschlagen worden. Er erlitt lebensgefährliche Verletzungen.

Der Vorfall ereignete sich bereits Sonntag früh im Stadtteil Prenzlauer Berg. Wie die Polizei am Montag berichtete, traten die Täter unter anderem gegen den Kopf des bereits am Boden liegenden Mannes und brachen ihm dabei fast das Genick.

Sein Halswirbel wurde verletzt, zudem erlitt er einen Nasenbeinbruch. Die Täter entkamen. Der Indonesier sollte noch am Montag operiert werden. Der polizeiliche Staatsschutz übernahm die Ermittlungen.

Der 23-Jährige hatte morgens gegen 5.20 Uhr eine nicht bekannte Frau an der Kreuzung Eberswalder Straße/Schönhauser Allee nach dem Weg gefragt. Er wollte sie dann zu einem Kaffee einladen. Drei unbekannte Männer beobachteten nach Polizeiangaben das Gespräch und kommentierten es mit fremdenfeindlichen Parolen. Zeugen berichteten, der 23-Jährige sei daraufhin sehr aggressiv geworden und auf das Trio losgegangen. Die Zeugen hätten versucht, ihn abzuhalten, es sei ihnen aber nicht gelungen.

Der Indonesier erhielt von einem der drei Männer zunächst einen Faustschlag ins Gesicht und ging zu Boden. Anschließend wurde dem 23-Jährigen gezielt gegen den Kopf getreten, wie aus dem Bericht der Polizei weiter hervorgeht. Das Trio flüchtete zu Fuß in Richtung Kastanienallee.

( dpa/mim )