Akteneinsicht

80.000 neue Anträge bei Stasi-Unterlagenbehörde

Mehr als 20 Jahre nach der Wiedervereinigung stoßen die Machenschaften der DDR-Geheimpolizei weiter auf großes Interesse: Bei der Bundesbehörde für die Stasi-Unterlagen wurden 2011 mehr als 80.000 Anträge auf persönliche Akteneinsicht gestellt, hieß es am Donnerstag.

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Das Interesse zur Akteneinsicht bei der Stasi-Unterlagenbehörde ist ungebrochen. Über 80.000 Anträge auf persönliche Akteneinsicht gingen bei der Behörde im vergangenen Jahr ein, wie diese am Donnerstag mitteilte. Insgesamt beantragten in den vergangenen 20 Jahren gut 2,83 Millionen Menschen Einsicht in ihre Stasi-Akte.

Seit Bestehen der Behörde gingen 6,69 Millionen Anträge ein. 3,34 Millionen davon waren Ersuchen aus dem öffentlichen Dienst sowie in Rentenangelegenheiten. Aus dem öffentlichen Raum kamen 2011 knapp neue 18.000 Anträge. Rund 1.500 Anträge auf Akteneinsicht stellten Forscher und Journalisten im vergangenen Jahr. Seit Bestehen der Behörde waren es hier 26.300 Anträge.

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