Nahverkehr

Wieder schlagen Gewalttäter in der U-Bahn zu

Am U-Bahnhof Berliner Straße wurde ein Fahrgast grundlos zusammengeschlagen, an der Station Osloer Straße attackierten Unbekannte einen Mann, der einem anderen zu Hilfe kommen wollte. Und auch in Kreuzberg kam es zu einem Zwischenfall.

Ein 27-Jähriger ist auf dem U-Bahnhof Berliner Straße in Wilmersdorf von vier Männern attackiert worden. Der junge Mann war am Sonnabendmorgen aus dem Zug gestiegen und sofort grundlos von den ihm unbekannten Männern geschlagen worden, wie die Polizei am Sonnabend mitteilte. Dann zogen die Täter den 27-Jährigen eine Treppe hinunter und traten dabei auf ihn ein.

Erst als zwei bislang unbekannt gebliebene Zeugen damit drohten, die Polizei zu verständigen, ließen die Jugendlichen von ihrem Opfer ab und flüchteten. Der Mann musste im Krankenhaus behandelt werden.

In einem weiteren Fall wurde ein 59-jähriger Mann in der Nacht zu Sonnabend auf dem U-Bahnhof Osloer Straße von einem 24-Jährigen mit einer Bierflasche attackiert. Zuvor hatte der Mann in der U-Bahn Zivilcourage gezeigt weil er rassistische Äußerungen von Mitfahrenden nicht duldete. Die drei Männer hatten gegen sich laut Polizei auf "abfällige Weise" über Mitfahrende mit dunkler Hautfarbe unterhalten.

Auf dem U-Bahnhof Osloer Straße eskalierte die Situation, nachdem alle Beteiligten ausgestiegen waren. Einer der drei Männer schlug dem 59-Jährigen eine gefüllte Bierflasche gegen den Kopf, wodurch der Mann eine Platzwunde am Kopf erlitt. Anderen Fahrgästen gelang es, den Täter festzuhalten bis die Polizei eintraf. Gegen ihn wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Die anderen beiden Männer flüchteten. Der 59-Jährige musste im Krankenhaus ambulant behandelt werden.

Ein bislang unbekannter Mann versprühte Sonnabend früh gegen 4.45 Uhr auf dem U-Bahnhof Kottbusser Tor in Kreuzberg Reizgas. Zwei Männer im Alter von 22 und 24 Jahren, sowie eine 32-jährige Frau erlitten Augenreizungen. Sie wurden von alarmierten Rettungskräften der Feuerwehr behandelt. Der Täter flüchtete. Die Videoaufzeichnungen der BVG wurden gesichert und werden nun ausgewertet.