Hintergrund

"Schrottimmobilien" als Steuersparmodell

Sogenannte Schrottimmobilien sind minderwertige Wohnungen und Häuser, die als vermeintliche Steuersparmodelle oder zur Alterssicherung angeboten werden.

Für viele Käufer - manche von ihnen hatten zum Erwerbszeitpunkt kein Eigenkapital - entpuppt sich das Geschäft als finanzielles Desaster: Die Mieteinnahmen der oft überteuerten Immobilien fallen geringer aus, die Kosten sind höher als vorgerechnet und erwartet.

Die Folge: Die Anleger können ihre aufgenommenen Darlehen nicht zurückzahlen. Das Problem betrifft besonders viele Immobilien in Ostdeutschland.

Das Thema Schrottimmobilien beschäftigt immer wieder die Justiz, bis hinauf zum Bundesgerichtshof und Europäischen Gerichtshof.

Anleger, die sich geprellt fühlen, geben Banken und Bausparkassen die Schuld. Die Geldhäuser hätten die Vermittlung von überteuerten Immobilien organisiert und an überhöhten Krediten gut verdient.

Die Banken wehren sich dagegen und behaupten, sie seien nur Geldgeber gewesen und hätten nichts mit dem Immobilienkauf zu tun gehabt.