Nach Brandsätzen

Regional- und Fernbahnen fahren wieder normal

Die Züge im Regional- und Fernbahnen nordwestlich von Berlin verkehren nach dem Brandanschlag von Montag wieder nach Plan.

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Vier Tage nach dem Brandanschlag auf die wichtige ICE-Verbindung Berlin-Hamburg fahren die Züge seit Freitagmorgen wieder im Normalbetrieb. Die Reparaturen in dem gesperrten Streckenabschnitt zwischen den Orten Falkensee und Nauen westlich von Berlin seien abgeschlossen, sagte eine Bahnsprecherin am Freitag. Man rechne nicht mehr mit Verspätungen, wie sie in den vergangenen Tagen auftraten.

In der Nacht von Sonntag auf Montag hatte an der Strecke einer der zahlreichen Brandsätze, die vermutlich von Linksextremisten gelegt wurden, gezündet. Er lag in einem Schacht für Kabelverbindungen, das Feuer zerstörte wichtige Leitungen. Seitdem mussten die Züge umgeleitet werden und verspäteten sich teilweise deutlich. Glücklicherweise zündeten fast alle anderen der mindestens 18 Brandsätze nicht.

Bisher sind die Täter nicht gefasst. In einem im Internet veröffentlichten Selbstbezichtigungsschreiben hatten sich Linksextremisten zu den Taten bekannt. Die Deutsche Bahn setzte 100.000 Euro Belohnung für Hinweise aus, die zur Festnahme führen.

In Berlin sorgen Bauarbeiten dagegen von Freitagabend an wieder für Einschränkungen bei der Berliner S-Bahn. Betroffen sind bis zum Montagmorgen die Linien S41, S42, S8 und S9. Zwischen Ostkreuz und Schönhauser Allee sind Busse im Einsatz. Zwischen Schönhauser Allee und Bornholmer Straße fahren keine Züge.

Durch die Brandanschläge auf die Infrastruktur der Bahn im Großraum Berlin ist dem Konzern ein Millionenschaden entstanden. Wegen der Brandsätze seien seit Montag in der Region 1800 Züge verspätet gefahren, sagte ein Bahnsprecher am Freitag. 150 Verbindungen seien ausgefallen und 350 Züge hätten umgeleitet werden müssen. Die Verspätungen summierten sich auf 50.000 Minuten. Der entstandene Schaden liege im Millionenbereich.