Auto-Brandstiftung

Polizei lässt Verdächtige wieder frei

| Lesedauer: 2 Minuten

Wieder brannten Autos in der Stadt - und die Polizei nahm in der Nacht zu Sonnabend zwei Verdächtige fest. Inzwischen sind sie wieder auf freiem Fuß, weil sich der Verdacht nicht erhärtete.

Nach mehreren Autobränden in Berlin-Lichterfelde hat die Polizei zwei Tatverdächtige festgenommen. Die Fahrzeuge waren in der Nacht zum Sonnabend im Jenbacher Weg in Flammen aufgegangen.

Eine Zeugin hatte in der Nacht zu Sonnabend kurz vor 3 Uhr Polizei und Feuerwehr alarmiert, nachdem sie Flammen an zwei Fahrzeugen, einem "Renault" und einem "Ford", bemerkt hatte. Beide Autos brannten vollständig aus. Ein drittes angezündetes Fahrzeug wurde durch die Flammen stark beschädigt. Durch die Hitzeeinwirkung wurden drei weitere Fahrzeuge in Mitleidenschaft gezogen. Von allein erlosch der Brand an drei weiteren angegriffenen Fahrzeugen.

Ganz in der Nähe griffen Beamte die beiden jungen Männer im Alter von 18 und 19 Jahren auf, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Bei ihnen wurden Rußspuren an den Händen festgestellt. Nach ihrer Vernehmung wurden sie am Samstagnachmittag aber wieder entlassen – sie seien nicht dringend tatverdächtig, hieß es.

Zwei weitere Autos brannten in der Nacht zu Sonnabend in den Stadtteilen Tiergarten und Reinickendorf. In beiden Fällen löschten Einsatzkräfte der Feuerwehr das Feuer, bei denen keine Menschen verletzt wurden. Es wird jeweils von vorsätzlicher Brandstiftung ausgegangen.

Gegen 20 Uhr bemerkte eine Passantin im Hansaviertel Flammen an einem Fahrzeug und alarmierte Polizei und Feuerwehr. Unbekannte hatten einen am Fahrbahnrand des Schleswiger Ufers geparkten "Kia" angezündet und dann das Weite gesucht. Ein Raub der Flammen wurde kurz nach 1 Uhr ein "VW T 5" am Wilhelmsruher Damm Ecke Eichhorster Weg. Ein Übergreifen der Flammen auf weitere Fahrzeuge erfolgte nicht.

Indessen sitzt ein mutmaßlicher Auto-Brandstifter aus Lichtenberg seit Donnerstag wieder in U-Haft. Der Beschwerde der Staatsanwaltschaft gegen die Freilassung des Verdächtigen sei stattgegeben worden, sagte ein Sprecher dieser Justizbehörde.

Der 29-Jährige war am Montag von Zeugen beim Zündeln an der Margaretenstraße beobachtet worden. Kurz darauf nahmen ihn Polizisten fest. Dienstag wurde der Mann wieder freigelassen, weil der Richter keinen ausreichenden Grund für einen Haftbefehl sah. Dagegen hatte die Staatsanwaltschaft Beschwerde eingelegt.

( BMO mit dpa/dapd )