Verdächtiger freigelassen

Brandstifter - Staatsanwalt legt Beschwerde ein

Ein am Montag in Berlin festgenommener mutmaßlicher Autobrandstifter musste kurze Zeit später wieder auf freien Fuß gesetzt werden. Das will die Staatsanwaltschaft nicht hinnehmen.

Nachdem ein Haftrichter einen am Montag festgenommenen mutmaßlichen Autobrandstifter wieder frei gelassen hatte, legte die Staatsanwaltschaft am Dienstag Beschwerde gegen die Entscheidung ein. „Für die Staatsanwaltschaft besteht weiterhin dringender Tatverdacht“, sagte der Sprecher der Behörde, Martin Steltner Morgenpost Online.

Am Montag hatte die Polizei einen 29-jährigen Mann in Lichtenberg festgenommen. Ein Zeuge hatte gegen 5.30 Uhr beobachtet, wie ein dunkel gekleideter Mann einen brennenden Gegenstand unter einen Mercedes an der Margaretenstraße in Rummelsburg warf. Der Wagen ging sofort in Flammen auf. Als der Zeuge den Mann ansprach, flüchtete er. Der Zeuge verfolgte den Mann in Richtung Bahnhof Lichtenberg und rief die Polizei. Beamte konnte den Verdächtigen wenig später in seiner Wohnung an der Weitlingstraße festnehmen.

Nach Informationen von Morgenpost Online habe der Haftrichter keinen dringenden Tatverdacht erkennen können, da der Verdächtige nur anhand seiner Kleidung identifiziert wurde. Dem Haftrichter genügte diese Aussage nicht, sodass er ihn wieder entließ. Dennoch gehen die Ermittler davon aus, dass der 29-Jährige die Tat begangen hat. Ob der Beschwerde stattgegeben wird, soll in Kürze entschieden werden.