Ostdeutsche Eisenbahn GmbH

Schlichtung im Tarifkonflikt bei Odeg erfolgreich

Der Tarifstreit zwischen der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH (Odeg) und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ist beigelegt. Nach monatelangen Verhandlungen wurde am Sonntag ein Haustarifvertrag mit einer Laufzeit von zwei Jahren unterzeichnet.

Der monatelange Tarifkonflikt zwischen der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH (Odeg) und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ist beigelegt. Beide Seiten hätten sich im Schlichtungsverfahren unter dem Vorsitz des früheren sächsischen Ministerpräsidenten Georg Milbradt (CDU) erstmals auf den Abschluss eines Tarifvertrages geeinigt, teilte das Unternehmen am Sonntag mit. Er soll eine Laufzeit von zwei Jahren haben und für alle Berufsgruppen gelten.

Der Haustarifvertrag sieht eine Anhebung des jetzigen Entgelts um jeweils drei Prozent zum 1. Januar 2012 und 1. Januar 2013 vor. Gleichzeitig verständigten sich Odeg und GDL auf ein Entgeltniveau, das bei künftigen Ausschreibungen zugrunde gelegt wird. Darüber hinaus enthält der Tarifvertrag besondere Regelungen für Lokomotivführer, etwa zur Betreuung bei traumatischen Ereignissen und bei Verlust persönlicher Eignung. Schließlich sind erstmals Regelungen für den Fall vorgesehen, dass ein Konkurrent die Verkehrsleistungen im Wettbewerb übernimmt.

Erklärtes Ziel der GDL waren Einkommen und Arbeitszeiten für die Odeg-Lokführer auf dem Niveau der bundeseigenen Deutschen Bahn. Um dies zu erreichen, hatte die Gewerkschaft die Odeg seit Februar immer wieder bestreikt. Erst mit der Aussicht auf das Schlichtungsverfahren verkehrten die Züge ab Ende Juli wieder normal. Es begann Ende August. Die 2002 gegründete Odeg betreibt nach eigenen Angaben mit mehr als 240 Mitarbeitern und 41 Triebwagen elf Regionalbahnlinien im Auftrag der Bundesländer Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und des Zweckverbandes Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien. Dabei nutzt sie gegen Entgelt die Infrastruktur des DB AG-Konzerns.

( dpa/dapd/tj )