Kriminalität

Totes Baby in Berlin-Charlottenburg gefunden

Auf dem Hof eines Hauses am Spandauer Damm in Berlin-Charlottenburg ist am Sonntagmorgen ein toter Säugling entdeckt worden. Spuren führten die Polizei zu einer Wohnung, in der ein 44-Jähriger und die Kindsmutter leben.

In Berlin wurde am Sonntagmorgen gegen 8.30 Uhr ein totes Baby gefunden. Ein Zeuge entdeckte den Säugling im Innenhof eines Mehrfamilienhauses am Spandauer Damm im Ortsteil Charlottenburg. Der 67 Jahre alte Anwohner alarmierte die Polizei. Zunächst war vom Ortsteil Westend gesprochen worden.

Nach Angaben der Polizei wurde der Junge offenkundig aus dem fünften Stock des Hauses geworfen. Ob das Kind beim Aufprall auf dem Hof ums Leben kam oder bereits vorher gestorben war, könne erst durch eine Obduktion geklärt werden, erklärte ein Sprecher der Polizei.

Die alarmierte Polizei hatte zunächst die Gegend abgesucht und blutige Windeln vor der Tür einer Wohnung entdeckt. Eine Abfrage ergab, dass der Bewohner als gefährlich gilt. Es soll sich um einen 44-Jährigen handeln, der wegen Kindesmisshandlungen polizeibekannt ist. Daraufhin wurde ein SEK angefordert, die mehrere Personen in der Wohnung antraf. Dort befanden sich der 44-Jährige, eine Frau und eine 15-Jährige. Bei der Frau handelt es sich um 40-Jährige, die die Mutter des Babys sein soll. Ermittlungen ergaben, dass der Junge offenbar in der Nacht zu Sonntag entbunden worden war.

Die 40-Jährige befindet sich derzeit in einem Krankenhaus. Der Mann wurde vorläufig festgenommen, der Hof für die Spurensicherung weiträumig abgesperrt.

Die Feuerwehr musste eine junge Polizistin versorgen, die beim Anblick des toten Babys zusammengebrochen war. Die 6. Mordkommission ermittelt.

( mb/dpa/sei )