Leiche gesucht

Vermisste Frau tot - Ehemann unter Mordverdacht

Seit Anfang Oktober wurde eine Kolumbianerin in Berlin vermisst. Nun hat die Polizei ihren Ehemann festgenommen. Er soll seine Frau getötet und dann vergraben haben.

Foto: Steffen Pletl

Die seit Wochen vermisste Kolumbianerin Julissa Andrea Javela Valencia ist offenbar Opfer eines Verbrechens geworden. Am Freitagvormittag wurde Helmut K., der Ehemann der 32-Jährigen, festgenommen. Er gilt als dringend tatverdächtig und soll am Sonnabend einem Haftrichter vorgeführt werden. Beamte der 3. Mordkommission fanden am späten Abend nach stundenlangen Vernehmungen des Mannes am Schwarze-Pumpe-Weg in Marzahn die vergrabene Leiche.

Nachdem der Fall zunächst von der Vermisstenstelle des Landeskriminalamtes (LKA) bearbeitet wurde, hatte die Mordkommission Anfang November die Ermittlungen übernommen. Am Freitagvormittag wurde die Wohnung von Helmut K. am Röttgenring in Neu-Hohenschönhausen von Ermittlern und Mitarbeitern der Spurensicherung stundenlang durchsucht. Gleichzeitig wurde auch ein in der Nähe gelegener Betriebshof des Grünflächenamtes Lichtenberg überprüft. Die Polizei vermutete, dass dort möglicherweise die Leiche der verschwundenen Frau abgelegt worden war. Die Durchsuchung blieb jedoch erfolglos.

Die Frau wurde zuletzt am 3. Oktober 2011 von einer Freundin in ihrer Wohnung an der Landsberger Allee gesehen, wohin sie nach der Trennung von ihrem Ehemann gezogen war. Seither fehlte von der Mutter zweier Kinder jede Spur. Im Laufe der Suche habe sich der dringende Verdacht eines Tötungsdeliktes ergeben, sagte eine Polizeisprecherin am Freitagabend. Weitere Einzelheiten nannte sie zunächst nicht. Nach Informationen von Morgenpost Online geht die Mordkommission von einer Beziehungstat mit Eifersucht als Motiv aus. Nach der Trennung habe es zwischen den Eheleuten, die gemeinsam eine Firma betrieben, häufiger heftige Auseinandersetzungen gegeben, berichteten Bekannte des Ehepaares. Weiter Hinweise nährten dann den Verdacht gegen den Ehemann.