Angezündete Autos in Berlin

Mutmaßliche Autobrandstifter sind jetzt in U-Haft

Sie sollen mindestens zwei Transporter in Lichtenberg angezündet haben. Jetzt sind zwei mutmaßliche Autobrandstifter in Untersuchungshaft gekommen. Ein Richter erließ Haftbefehle gegen die 22- und 23-jährigen Tatverdächtigen.

Zwei mutmaßliche Brandstifter in Berlin sind am Samstagabend in Untersuchungshaft gekommen. Ein Richter erließ Haftbefehle gegen die Männer. Die beiden 22 und 23 Jahre alten Tatverdächtigen sollen in der Nacht zum Freitag mindestens zwei Transporter in Lichtenberg angezündet haben. Bei den Bränden explodierten auch Gasflaschen. Durch die Detonation wurden sechs weitere Autos beschädigt. Ob die beiden Tatverdächtigen die Brandstiftungen zugegeben haben, sagte die Polizei nicht. Die Männer sollen nicht zur linksextremistischen Szene in Berlin gehören.

Sie wurden bei den Brandstiftungen in der Nacht zum Freitag nicht auf frischer Tat ertappt. Sie gaben sich aber der Polizei gegenüber als Zeugen aus. Einer von ihnen war bereits früher mit einer Brandstiftung aufgefallen – die Polizisten schöpften Verdacht schöpften und nahmen die Männer schließlich in deren Wohnungen fest.

Am Mittwoch wurde ein Paar wegen einer Autobrandstiftung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Außerdem sitzt ein geständiger Serienbrandstifter, der mehr als 100 Autos angezündet oder beschädigt hatte, in Untersuchungshaft.

Die Serie von Autobrandstiftungen in der Hauptstadt zerstörte oder beschädigte seit Jahresbeginn etwa 500 Autos. Rund ein Drittel der Tat könnte nach Einschätzung der Polizei auf das Konto von Linksextremisten gehen. Die Berliner Polizei hat ihre nächtlichen Streifen seit August mit Hilfe der Bundespolizei verstärkt.

( dpa/nbo )