Umstrittene Modemarke

"Thor Steinar"-Laden eröffnet unter Polizeischutz

Unter Polizeischutz hat eine Boutique in Berlin-Weißensee eröffnet. In dem Laden wird Kleidung der bei Rechtsradikalen beliebten Marke "Thor Steinar" verkauft. Linke Gruppen hatten zu einer Protestveranstaltung aufgerufen.

Foto: Steffen Pletl

Rund 60 Personen haben am Freitagmorgen an der Berliner Alle Ecke Streustraße in Berlin-Weißensee friedlich gegen die Eröffnung eines Geschäftes, in dem die Modemarke "Thor Steinar" verkauft wird, protestiert.

Zu der Demonstration hatten unter anderem die Partei Die Linke, der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen und die Kommission für Bürgerarbeit in Pankow aufgerufen. Angemeldet hatte die Demonstration der Bundestagsabgeordnete Stefan Liebich (Die Linke).

Mit vor Ort war auch die Pankower Stadträtin Christine Keil (Die Linke). Das Label "Thor Steinar" gilt als bevorzugte Marke unter Neonazis.

Die Eröffnung des "Tønsberg"-Ladens verlief nach Polizeiangaben ohne Zwischenfälle. Nach Angaben der Veranstalter gibt es in der Hauptstadt mittlerweile zwei Geschäfte, in denen die umstrittene Kleidermarke erhältlich ist. Den Angaben zufolge sind weitere Proteste gegen die "Tønsberg"-Läden geplant.

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