Migrations-Statistik

Jeder vierte Berliner hat ausländische Wurzeln

24,3 Prozent der Hauptstädter haben Migrationshintergrund. Damit ist der Anteil der Berliner aus Zuwandererfamilien in der Hauptstadt leicht gestiegen.

Die Zahl der Berliner mit ausländischen Wurzeln ist in den vergangenen fünf Jahren leicht gestiegen. Der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund lag 2010 bei 24,3 Prozent, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Montag mitteilte. Im vergangenen Jahr lebten in Berlin 835 000 Menschen mit Migrationshintergrund. Ihre Zahl sei im Vergleich zu 2006 um 58 000 gestiegen, teilten die Statistiker mit. Dabei waren 13,8 Prozent (474000) der Berliner Ausländer und 10,5 Prozent (361 000) Deutsche mit ausländischen Wurzeln.

Der Berliner mit Migrationshintergrund ist im Durchschnitt 33,3 Jahre alt und damit deutlich jünger als die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund, die ein durchschnittliches Alter von 45,8 Jahre hat.

Bei den Migranten ab 25 Jahren liege der Anteil derer mit einem geringen Ausbildungsniveau mit 37,2 Prozent über dem Wert von 11,6 Prozent bei Bürgern ohne Migrationshintergrund, heißt es in der Auswertung des Amtes für Statistik. 29,2 Prozent der Menschen mit Migrationshintergrund haben dagegen ein hohes Ausbildungsniveau (gegenüber 34,8 Prozent bei Personen ohne Migrationshintergrund).

Der Anteil der Erwerbslosen liege innerhalb der Gruppe der 15 bis unter 65-Jährigen bei 22,6 Prozent (im Vergleich zu 10,6 Prozent bei Personen ohne Migrationshintergrund), teilte das Amt mit.

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