Übergriff auf behindertes Mädchen

14-Jähriger in Jugendheim nach Überfall

Nach dem Überfall auf ein geistig behindertes Mädchen in Berlin-Wedding sitzt der 14 Jahre alte Hauptverdächtige jetzt in einem brandenburgischen Jugendheim. Die beiden anderen Verdächtigen im Alter von 15 und 16 Jahren kamen wieder auf freien Fuß.

Nach dem Überfall auf ein geistig behindertes Mädchen in Berlin-Wedding sind drei Jugendliche festgenommen worden. Der 14 Jahre alte mutmaßliche Haupttäter wurde nach Polizeiangaben vom Sonntag in ein brandenburgisches Jugendheim gebracht. Die beiden anderen Verdächtigen im Alter von 15 und 16 Jahren kamen wieder auf freien Fuß. Das Trio soll am vergangenen Donnerstag ein 17-jähriges Mädchen am Leopoldplatz geschlagen, getreten und beraubt haben.

Ermittler schnappten den 15- und den 16-Jährige bereits am Freitagabend in Tegel. Der 14 Jahre alte Hauptverdächtige wurde wenig später in Reinickendorf festgenommen. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung stellte die Polizei anschließend verschiedene Beweisstücke sicher.

Der 14-Jährige sei nach dem sogenannten Unterbringungsbeschluss eines Richters in eine Jugendhilfe-Einrichtung im Umland gebracht worden, sagte ein Polizeisprecher, ohne Einzelheiten zu nennen. Es soll sich sich dabei jedoch um ein Heim im uckermärkischen Frostenwalde handeln, wo regelmäßig straffällige Jugendliche untergebracht werden.

Mehrere Angreifer hatten das behinderte Mädchen am Leopoldplatz geschlagen und getreten. Dabei erlitt die 17-Jährige Prellungen am Oberkörper und Hämatome am Kopf. Zudem wurde ihr Rucksack gestohlen. Darüber hinaus hatten die Jugendlichen einen Polizisten, der zur Hilfe eilen wollte, mit Reizgas besprüht. Die Täter flüchteten, konnten von Zeugen des Überfalls jedoch detailliert beschrieben werden. So war bei einem der Angreifer von einer besonders auffälligen Zahnspange die Rede.