Wedding

Festnahmen nach Überfall auf behindertes Mädchen

Ein 14-, ein 15- und ein 16-Jähriger wurden festgenommen, weil sie ein geistig behindertes Mädchen in Berlin-Wedding geschlagen und getreten haben sollen. Dabei erlitt die 17-Jährige Prellungen am Oberkörper und Hämatome am Kopf.

Nach dem Angriff auf ein geistig behindertes Mädchen in Berlin-Wedding hat die Polizei am Freitagabend drei Tatverdächtige festgenommen. Zwei Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren wurden gegen 18.50 Uhr auf der Berliner Straße in Tegel festgenommen. Der 14-jährige mutmaßliche Haupttäter wurde später in Reinickendorf gefasst. Im Laufe des Wochenendes soll ein Richter über seine Unterbringung in einem Jugendheim entscheiden. Die beiden anderen Verdächtigen sind hingegen wieder auf freiem Fuß. Die Polizei war den Verdächtigen nach intensiven Ermittlungen der „Operativen Gruppe Jugendgewalt“ sowie weiterer Beamter vom Abschnitt 35 und des Raub- und Einbruchskommissariats auf die Spur bekommen. Nachdem sie die beiden Jugendlichen festgenommen hatten, führten die weiteren Ermittlungen zu dem 14-Jährigen. In der Wohnung des Verdächtigen fanden die Beamten zudem weitere Beweise.

Am vergangenen Mittwoch war ein 17-jähriges geistig behindertes Mädchen von mehreren Personen auf dem Leopoldplatz in Wedding angegriffen worden. Etwa vier bis fünf Jugendliche sollen dem Mädchen gegen 15.15 Uhr den Rucksack entrissen und ihn in der Gruppe hin und her geworfen haben. Als das Mädchen versuchte, den Rucksack zurückzubekommen, schlugen zwei der Jugendlichen ihr mit der Faust ins Gesicht und auf den Hinterkopf. Zudem bespuckten die Angreifer ihr Opfer und schubsten es. Nachdem die 17-Jährige zu Boden stürzte, traten die Täter gegen ihren Rücken und Kopf. Ein Polizist, der mit seiner Frau privat unterwegs war, bemerkte die Prügel-Attacke und eilte dem Mädchen zu Hilfe. Sofort ließen die Jugendlichen von dem Mädchen ab. Einer der Täter schlug jedoch auf den Polizisten ein, besprühte ihn mit Reizgas und flüchtete. Das Mädchen wurde mit mehreren Prellungen am Körper und Hämatomen am Kopf in ein Krankenhaus gebracht. Der Polizist trug nur leichte Augenreizungen davon.