Tarifkonflikt

Charité-Tochter wird wohl noch lange streiken

Aufgetürmte Müllsäcke, Engpässe bei der Essensversorgung, Wartezeiten bei Krankentransporten - auch nach mehr als einer Woche Streik scheinen sich die Wogen imTarifkonflikt bei der Charité-Tochter CFM nicht zu glätten.

Im Tarifkonflikt bei der Charité-Tochter CFM ist nach Gewerkschaftsangaben auch nach mehr als einer Woche Streik noch keine Lösung in Sicht. „Die Arbeitgeberseite zeigt derzeit kein Interesse an weiteren Verhandlungen, also richten wir uns auf einen langen Arbeitskampf ein“, erklärte am Dienstag Verdi-Streikleiterin Sylvi Krisch in Berlin.

An diesem Freitag wollen zudem Beschäftigte bei einer Demonstration vom Klinik-Standort Virchow zu Dussmann in der Friedrichstraße ziehen. Für 11.30 Uhr ist dort eine Kundgebung geplant. Den Angaben zufolge ist das Unternehmen an CFM beteiligt.

Aufgetürmte Müllsäcke in Entsorgungsräumen, Engpässe bei der Essensversorgung, Wartezeiten bei Krankentransporten - das sind nach Gewerkschaftsangaben einige der Auswirkungen des Streiks. Die Arbeitsniederlegungen hatten Anfang vergangener Woche begonnen. Von den rund 1800 Mitarbeitern sind nach früheren Verdi-Angaben rund 300 im Ausstand.

Die Charité Facility Management (CFM) ist die 2006 ausgegründete Tochtergesellschaft der Universitätskliniken Charité und bündelt alle Dienstleistungen, die nicht unmittelbar mit Patienten zu tun haben. Seit dem 12. September streikt sie unbefristet. Verdi verhandelt bereits seit Ende Mai mit der CFM-Geschäftsführung über die Einführung eines Mantel- und Entgelttarifvertrages. Gefordert werden unter anderem 168 Euro pro Mitarbeiter und Monat mehr.